Buchenwald-Fahrt der Jahrgangsstufe 9

 

 

Wie stets in der Jahrgangsstufe 9 der ASS ist auch unser Jahrgang in der Woche nach den Osterferien in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald gefahren. Nach einer dreistündigen Fahrt schauten wir uns einen Film über die Geschichte des Lagers an. Ich persönlich fand es bewegend, wie die Zeitzeugen darin über ihre Zeit in dem Konzentrationslager berichteten. Danach nahmen wir an einer Führung teil, bei der uns Schreckensorte wie das Krematorium, aber auch eine Gedenkplatte gezeigt wurden, die von dem aus Kassel stammenden Künstler Horst Hoheisel stammt und auf der die einzelnen Nationen, aus denen die Häftlinge kamen, eingraviert sind, um ihrer zu gedenken.
Im Anschluss konnten wir uns dann auf dem großen Lagerkomplex frei bewegen, Ausstellungen besuchen, wo man sah, wie die Häftlinge aus mehr als 25 Nationen aus den einfachsten Materialien Alltagsgegenstände herstellten, oder Orte besichtigen, für die man sich interessierte, wie die original erhaltenen Arrestzellen. Schließlich besuchten wir vor der Fahrt nach Hause noch das „Mahnmal Buchenwald“ mit dem über einem Massengrab erbauten Glockenturm.
Es ist schon beängstigend gewesen zu sehen, welchen ungeheuren Umfang das Lager Buchenwald umfasst und mit welcher Menschenverachtung die Nationalsozialisten die Insassen erst ausbeuteten und dann schließlich kaltblütig ermordeten. Dies zeigten uns Bilder, auf denen man unterernährte Menschen und Leichenberge sehen konnte. Ich jedenfalls fand es beklemmend, an diesem Ort zu sein. An einem Ort, an Menschen gelebt haben und getötet wurden - das erscheint einem fast unvorstellbar! Angesichts der Tatsache, dass hier Menschen starben, ist Buchenwald gleichermaßen Friedhof und Gedenkstätte.

(Text und Bild: Nils Kortmann, 9c)

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