Wie im Labor

 

 

Einen Tag lang ein echter Biologe sein, forschen wie ein Genetiker, was wäre das nicht für ein Traum? Für die Schülerrinnen und Schüler der Biologie Leistungskurse von Frau Schäfer und Herrn Kneucker wurde dies möglich. Am Mittwoch, dem 11. Januar, hieß es nicht etwa Mathe und Deutsch, nein der ganze Tag stand unter dem Motto des genetischen Fingerabdrucks. Den ganzen Tag arbeiten wie in einem Labor. Dies ermöglicht das Projekt „Science Bridge“, welches von der Universität Kassel unterstützt und durchgeführt wird. Damit dies alles überhaupt funktionieren kann, führen Studenten der Universität das Projekt durch. Diese bringen die Materialien für ein ganzes Labor sowie das technische und wissenschaftliche Know-how mit.

Die Klassenzimmer der beiden Kurse werden jeweils zu einem Labor umgebaut. Dazu bedarf es nur ein paar Mittel und Regeln. Zu unserer Ausrüstung gehören verschiedene Pipetten, die, wie wir erfuhren, sehr wertvoll wären und deshalb gut zu behandeln seien. Eine einzige Pipette wäre demnach so teuer wie ein „IPod“.

Somit war klar, wir arbeiten mit richtig hochwertigem Labormaterial. Zu welchem weiter eine Zentrifuge, eine PCR-Maschine und noch viele Kleinigkeiten gehörten. Doch gibt es in einem Labor auch Regeln, an die sich jeder zu halten hat. Es durfte während des ganzen Tages im Labor weder gegessen noch getrunken werden. Für die Mädchen unter uns gab es ein explizites Problem, schminken war ebenfalls untersagt.

Natürlich sollten wir in unserem Labor selbst forschen. Das ausgegebene Ziel des Tages hieß, einen Teil seines genetischen Fingerabdrucks zu untersuchen und diesen am Ende sichtbar zu machen. Die erste Aufgabe war wirkliche Ausdauerarbeit. Damit wir an Zellen und somit an genetisches Material von uns heran kommen konnten, musste jeder zwei Minuten lang Wasser im Mund hin und her gurgeln. Kraftaufreibend, gerade wenn gelacht wird. Doch damit begann ein interessanter und aufregender Tag.  Die nächsten Stunden waren beide Kurse damit beschäftigt mit der Pipette zu arbeiten, auf die Zentrifuge zu warten und den Studenten zu zuhören, sei es der nächste Schritt oder die immer wieder eingeschobenen Theorieanteile.

Zwischendurch stellte jeder ein paar Fragen zur Genetik. Selbst die Lehrer vermochten unseren Fachleuten von der Universität Fragen zu stellen und zeigten damit, dass auch sie nicht immer alles wissen können.

Zum Ende des Tages hatte es tatsächlich funktioniert, jeder Schüler konnte mit vollem Stolz von sich behaupten, dass er einen Teil seines genetischen Fingerabdrucks sichtbar gemacht, und somit wie ein echter Biologe gearbeitet hatte. Um 17 Uhr schließlich war ein aufregender Tag für die Schülerrinnen und Schüler der Biologie Leistungskurse von Frau Schäfer und Herrn Kneucker zu Ende gegangen, mit der Empfehlung, dass dies auch im nächsten Jahr wieder angeboten werden sollte. Denn wer träumt nicht davon mal einen Tag wie ein echter Biologe in einem Labor zu arbeiten?

Bericht von Tobias Teweleit, Bi2c

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