50 Jahre Elyseé-Vertrag – von der Erbfeindschaft zu einem stabilen Europa

 

 

Anlässlich des 50jährigen Bestehens des Elysée-Vertrags sowie der damit zusammen- hängenden deutsch-französischen Freundschaft nahmen fünf Schülerinnen und Schüler der ASS in Begleitung des Europa-Koordinators, Herrn Krüger, an einem Gespräch mit dem hessischen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann auf dem Forum der Landesausstellung im Rahmen des Hessentags teil. Es handelte sich um Lukas Dahlhaus und Gioana Messina aus der Q 4, Ines Ayeb aus der Q 2 sowie Lisa Klein und Jannik Scherer aus der 9. Klasse.

Zum Auftakt erläuterte Kartmann dem Moderator Heinz Günther Heygen, dass der Elysée-Vertrag für ihn Sinnbild für die Entwicklung beider Länder sowie deren Historie sei. Gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern ließ er die deutsch-französische Geschichte seit 1870 Revue passieren, wozu gerade die beiden frisch gebackenen Abiturienten viel beitragen konnten. Gemeinsam kam man zu dem Resümee, dass aus einer einst über Generationen hinweg getragenen Feindschaft zweier Nachbarstaaten eine neuartige Beziehung geschlossen wurde, die auf Freundschaft basiert. „Den Menschen in beiden Ländern wurde schnell klar, dass ein gemeinsames Zusammenleben in gegenseitiger Rivalität unmöglich ist und stattdessen ein harmonisches und friedliches Europa das Ziel der Zukunft sein sollte“, so der Landtagspräsident. Als bemerkenswertester Fortschritt zur Beilegung der Erbfeindschaft deutete Kartmann auf die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags 1963 durch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle hin, welcher bis heute als einer der Höhepunkte der Freundschaft gilt. Seit damals rege der Vertrag zur Zusammenarbeit in Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitischen Fragen zwischen den beiden Ländern an. Er sei von grundlegender Bedeutung für das deutsch-französische Tandem in der EU, welches auch Einflüsse auf der landespolitischen Ebene habe.

 

 

Davon ausgehend wurden wichtige Meilenstein zu einem immer enger zusammenwachsenden Europa aufgezeigt. Den Abschluss bildete die Zuordnung von Fotos deutscher und französischer Staatschefs, die zu ihrer Zeit die Verständigung beider Staaten vorangetrieben hatten. Auch hier zeigten unsere Schülerinnen und Schüler wiederum ihre profunden Kenntnisse. Dafür erhielten sie neben dem Lob des Landtagspräsidenten auch kleine Geschenke, Gioana und Lukas zudem ein Buchpräsent.

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