Ein Theaterabend, der nachdenklich macht

 
Wenn ein Computerspiel Dich ganz in Beschlag nimmt. Wenn das Spiel die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen lässt. Wenn der Sog Dich nicht mehr los lässt und Du zu Vielem bereit bist, um das das nächste Level zu erreichen. Wenn aus Freunden Feinde werden, weil sie das Spiel entzweit … Dann ist die Entscheidung gekommen. Für oder gegen das Spiel. Für oder gegen die Sucht, den Drang, die Kraft. Diesem großartigen Thema (auf der Grundlage des Romans „Erebos“ von Ursula Poznanski) haben sich die Theater-AG und der Kurs Darstellendes Spiel (Jgst. 8) unter Leitung von Monika Molinski und Jürgen Strube in ebenso großartiger Weise zugewandt. Sie haben aus der Vorlage etwas ganz Eigenes gemacht - ergreifend, bewegend und sehr nah am Puls der Zeit und der Jugend. Und zum ersten Mal konnte die neue Licht-Technik in der Aula (mit großer Unterstützung der CreativeASS) ebenso zum Einsatz kommen wir das für erstaunliche Effekte sorgende Schwarzlicht in der zuweilen fast vollkommen dunklen Aula. Einzig die alles in den Blick nehmenden Augen durchdrangen diese Finsternis. Lang anhaltender Beifall an zwei gut besuchten Abenden war ein Beleg für diese besonderen Aufführungen unter dem Titel „Realität“, die diese Woche zu sehen waren. Die Zuschauer spürten, dass besonders die Gruppenleistung etwas Besonderes war (hinter der Bühne ebenso wie auf dieser); beeindruckend, wie die Schüler/innen der Klassen 8 und die Theater-AG sich gegenseitig unterstützt haben, auch um die Logistik hinter dem Vorhang und außerhalb der Aula zu koordinieren. Bilder und Thema blieben lang im Kopf und so mancher Besucher wird sicher erinnert worden sein an das eine oder andere Spiel auf dem Rechner zu Hause … Es lässt Dich nicht mehr los.

 

 
 

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