Besuch in der Synagoge Kassel

Im Rahmen unserer Unterrichtseinheit zum Thema „Judentum“ haben wir am Montag gemeinsam mit unserer Religionslehrerin Frau Jilg und Frau Schampatis die Synagoge in Kassel besucht. Frau Judizky, welche in der jüdischen Gemeinde als Bibliothekarin arbeitet, erzählte und erklärte uns viele Dinge über das Judentum und beantwortete unsere Fragen. In Kassel leben Juden schon seit über 700 Jahren. Sie durften sich zunächst nur mit einem Schutzbrief niederlassen. 1262 gab es die erste Judengasse. Nach dem 30-jährigen Krieg lebten hier mehr Juden. Die Synagoge wurde 1938, in der Zeit des Nationalsozialismus, niedergebrannt und abgerissen. 1965 wurde eine neue Synagoge erbaut, die im Jahr 2000 abgerissen und neu gebaut wurde, weil die alte Synagoge zu klein war. Die heutige Synagoge ist sehr modern, innen und außen mit Holz verkleidet. In der Synagoge tragen die Männer Kippas auf dem Kopf. Von den Frauen sitzen sie getrennt. Auch die Jungen aus unserem Kurs trugen bei unserem Besuch eine Kippa. Das Fenster, das Pult und die Bänke der Männer sind in der Synagoge nach Jerusalem ausgerichtet. Um einen Gottesdienst durchführen zu können, braucht man mindestens zehn jüdische Männer. Juden dürfen am Sabbat nicht arbeiten. Der Sabbat ist im Judentum wie für die Christen der Sonntag. Am Ende unseres Besuches durften wir sogar die Tora ansehen, die Tora ist die heilige Schrift der Juden. Sie ist wunderschön geschmückt und hat einen bestickten Samtmantel an. Man braucht ca. 2,5 - 3 Jahre, um eine Torarolle zu schreiben. In der Tora gibt es keine Satzzeichen, Großbuchstaben etc. Die Tora darf nicht mit den Fingern berührt werden, sondern nur mit einem Zeigestock. Wir bedanken uns ganz herzlich für diesen informativen Ausflug. Es war sehr beeindruckend.

 

(Den Text schrieben: Lilli von Stockhausen und Nele Bitterhof aus der 6a)

 

Site durchsuchen