Gedenkstättenfahrt Auschwitz

Anfang Februar war eine Schülergruppe unter Leitung von Frau Fürst und Herrn Kaun in Polen und dort u.a. in Auschwitz. Vincent Iffland aus der Q2, der an der Fahrt teilnahm, schreibt in seiner Reflexion: u. a.:  „Nach dem Besuch im Stammlager Auschwitz waren wir alle förmlich erschlagen von den Erlebnissen und Eindrücken. Einige wollten über das Unfassbare reden, andere hüllten sich in Schweigen. Vor der Fahrt hatten wir alle in der 9. Klasse Buchenwald besucht. Auch das war erschreckend und wir dachten, wir wüssten, wie schlimm es werden würde. Wir haben uns vorher informiert, wir wussten, es würde uns bedrücken, doch wenn ich mich an unsere Erwartungen zurück erinnere, sind wohl Wörter wie „bedrückend” zu schön formuliert. Nein, die Realität im Konzentrationslager hatte rein gar nichts mit den Fakten aus den Büchern zu tun. Unsere Vorbereitungen, unser Wissen war an diesem Ort nicht mehr mit dem Geschehenen kombinierbar. Die Grausamkeit übertönte alles […].

Wir konnten uns anfangs in Auschwitz-Birkenau auch die Größe nicht ausmalen. Als wir an eine Karte kamen, wurde uns klar, dass die weite Strecke, die wir bisher zurückgelegt hatten, lediglich ein Bruchstück von der gesamten Fläche des Vernichtungslagers war. Die Eindrücke und die vorherrschende Kälte wirkend sehr bedrückend unser Gemüt. Um unsere Gefühle zum Ausdruck zu bringen, hatten wir die Möglichkeit, jede/r nach eigenem Bedürfnis, eine Rose niederzulegen. An der Rampe hörten wir einen Auszug aus Elli Wiesels „Die Nacht“.

Am Donnerstag, dem 4. Tag unserer sechstägigen Polenreise, besuchten wir Krakau. Die Tour durch die Stadt war wunderbar geführt. Der Guide hat mit uns u.a. Plätze aus dem Film „Schindlers Liste“ vom Vorabend besucht. Doch auch die Synagoge, der jüdische Friedhof, das Schloss und die Altstadt wurden mit fachlichem Wissen anschaulich untermalt. Den Nachmittag hatten wir frei. Das war ein gutes Gegengewicht zu den vorherigen Tagen. […]

Die Reise war für uns alle mehr als lohnenswert und wir sind im positiven Sinne mit mehr Fragen im Koffer nach Hause gefahren als hin […].“ 

(Bilder: Fr. Fürst, V. Iffland)


 

 

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