Wolfgang Matthäus für seine Verdienste mit der Ehrennadel der Stadt Kassel ausgezeichnet

 

„Grabe, wo Du stehst.“ Dieses Motto  schrieb Oberbürger-meister Bertram Hilgen in seiner Ansprache dem zu ehrenden Wolfgang Matthäus zu. Und er meinte damit die beharrliche Haltung unseres ehemaligen Geschichts- und Politik-Lehrers sich auf differenziert-kritische Weise und immer in die Tiefe gehend mit Kassel und seiner Geschichte zu beschäftigen.

Aber nicht nur in seiner Eigenschaft als Lehrer, sondern auch in seinen vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten setzt sich der einstige Personalratsvorsitzende der ASS gegen das Vergessen der Gräuel-Taten und für einen aufrechten Gang vor allem auch der Jugend ein (er ist u.a. aktiv im Verein Stolpersteine und im Verein Kassel West).

Dass auch ehemaligen Schülerinnen und Schüler anwesend waren, ist insbesondere seiner Arbeit in der Geschichtswerkstatt zu verdanken, die zahlreiche Publikationen herausgegeben hat, die über die Stadtgrenze hinweg Anerkennung gefunden haben (und finden). Und schließlich wurden die kenntnisreichen Stadtspaziergänge hervorgehoben, die Herr Matthäus seit einigen Jahren anbietet.

In seiner eigenen Rede knüpfte der Geehrte an die Auszeichnung die Hoffnung insbesondere darauf, dass die ersten Denkmäler in Kassel gegen den Völkermord, die von Flüchtlingen 1946 aufgestellt worden waren, ihren angemessenen Platz in der Stadt erhalten, und dass gerade jene in Erinnerung gebracht würden, die schon in den 30er Jahren des 20. Jahrhundert gegen das NS-Unrecht offen angingen (so z.B. gegen den brutal agierenden NS-Richter Freisler).

Wir gratulieren Herrn Matthäus zu dieser besonderen Auszeichnung.

 

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