Bericht der Schulinspektion

Ergebnisse der Schulinspektion 2012

Im November 2011 wurde die Albert-Schweitzer-Schule vom Inspektorenteam des Instituts für Qualitätssicherung besucht.

Es wurden Dokumente und Dateien ausgewertet, Interviews mit Vertretern aller Gruppen der Schulgemeinschaft geführt, Online-Befragungen einbezogen und Unterrichtsbesuche zum Gegenstand der Inspektion gemacht.

Im März 2012 wurde der offizielle Bericht der Inspektoren der Schulgemeinschaft vorgestellt.

In Anwesenheit der Leiterin des Schulverwaltungsamtes, Frau Steinbach, sowie der für die Gymnasien im Schulamt zuständigen Dezernentin, Frau Schäfer, wurde die sehr gute Arbeit der Albert-Schweitzer-Schule sehr lobend hervorgehoben.

Insbesondere wurden folgende Stärken der Schule herausgestellt:

 

  • Die Schulentwicklung wird maßgeblich durch die Arbeit am Schulprogramm sowohl hin-sichtlich der Grundsätze pädagogischer Arbeit als auch in Bezug auf aktuelle Entwicklungsvorhaben gesteuert.  

  • Die letzten Schulinspektionsergebnisse wurden sehr überzeugend zur Planung konkreter Handlungsschritte genutzt. Viele der hier getroffenen Maßnahmen greifen bereits und tragen in hohem Maße zur Zufriedenheit aller Beteiligten bei.

  • In der Schule bestehen unter Einbindung aller Personengruppen in vorbildlicher Weise die Grundlagen für eine produktive Zusammenarbeit. Alle Personengruppen beteiligen sich an der Schulentwicklung. Die hohe Zufriedenheit mit den Möglichkeiten der Mitarbeit an schulischen Entwicklungsprozessen wird sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei Lehrkräften und Eltern deutlich.

  • Der Schulbetrieb läuft durch planvolles und zielgerichtetes Handeln trotz der aktuellen Umbaumaßnahmen nahezu störungsfrei.

  • Die Schule eröffnet den Schülerinnen und Schülern Gestaltungsspielräume und fördert Verantwortungsübernahme. Die Schülerinnen und Schüler gestalten das kulturelle Schul-leben mit. Sie übernehmen in hervorragender Weise Verantwortung für die schulische Entwicklungsarbeit sowie für die Darstellung nach außen und sie werden durch altersangemessene Beteiligungsmöglichkeiten an demokratische Prinzipien herangeführt.

  • Im Bereich der Schulkultur wird bereits im ersten Inspektionsbericht das soziale und humanitäre Engagement lobend hervorgehoben.

  • Die Felder des zwischenmenschlichen Umgangs, der Verantwortungsübernahme durch Schülerinnen und Schüler, der Einbindung der Eltern sowie der Beratung sind sehr gut bis hervorragend ausgeprägt.  

  • Seit vergangenem Schuljahr ist der Klassenrat verbindlich im Jahrgang 5 eingeführt. Weitere Absprachen zum Erwerb sozialer Kompetenzen innerhalb des Buddy-Programms sind Patenschaften, Mediatorinnen und Mediatoren, Streitschlichtung und die Übernahme globaler Verantwortung (z. B. für die Indianerhilfe RIPA). Das Buddy-Programm ist fest installiert, teilnehmende Schülerinnen und Schüler fungieren als Patinnen bzw. Paten und werden zur Streitschlichtung herangezogen.

  • Die Eltern betonen im Interview die Kultur des Hinschauens und Bearbeitens auftretender Konflikte durch alle Beteiligten.

  • Die Eltern sind in die Gestaltung der Schule aktiv eingebunden. Die Schule bietet den Eltern die Möglichkeit, sich unterstützend an der Gestaltung der Schule und des Schulle-bens zu beteiligen. Die Schule nutzt die Expertise und Kompetenzen der Elternschaft.

  • Im Elternforum werden pädagogische Themen behandelt (z. B. Gefahren im Internet, Umgang mit pubertierenden Jugendlichen).

  • Alle Personengruppen gehen sowohl untereinander als auch mit anderen Gruppierungen in sehr hohem Maße respektvoll und freundlich miteinander um. Gegenseitige Wert-schätzung wird gepflegt und zum Ausdruck gebracht. Auch nach Ansicht der Schülerinnen und Schüler ist der Umgang zwischen Lehrkräften und Schülerschaft deutlich fair und freundlich.

  • Alle in den Interviews befragten Personengruppen sind sicher, dass die Schulleitung ein ernsthaftes Interesse an ihrer Meinung hat. Ihrer großen Wertschätzung, sowohl hinsichtlich der hervorragenden, transparenten Informationspolitik der Schulleitung als auch bezüglich ihrer Einbindung in schulische Entwicklungsprozesse, verleihen sie im Interview nachdrücklich Ausdruck.

  • Der Studienleiter führt intensive Beratungsgespräche hinsichtlich der einzuschlagenden Schullaufbahn, der zu wählenden Leistungskurse etc. Informationsabende werden regelmäßig angeboten.

  • Zur Transparenz trägt auch die übersichtlich gestaltete Homepage bei, auf der alle Interessierten grundsätzliche und aktuelle Informationen über die Schule einsehen können. Sie ermöglicht ein schnelles Auffinden von Informationen. Darüber hinaus geben Bilder und Kurzfilme einen Eindruck des schulischen kulturellen Lebens. Die Computer-Plattform „moodle“ ist im Aufbau und erlaubt den Austausch von Informationen innerhalb des Kollegiums bzw. zwischen den Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern.

  • U.a. mit der Einführung des Europa-Portfolios und dem darin integrierten Sprachenportfolio verfolgt die Schule laut Schulprogramm das Ziel, Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen Arbeiten anzuleiten, damit diese lernen, ihre Lernfortschritte zu überprüfen und selbstwirksam zu steuern.  Maßnahmen zur Förderung der Methoden- und Sprachkompetenz sind im Leseförder- sowie im Medienkonzept beschrieben.

  • Es bestehen verschiedene etablierte Schulpartnerschaften (z. B. mit dem Collège J.G. Ferrande in St. Gilles, Austauschprojekte wie der Schweiz-Austausch, Orpington/Kent in England, Niederbronne les Bains in Frankreich).

  • Das Nachmittagsangebot im Rahmen der Pädagogischen Mittagsbetreuung bietet den Schülerinnen und Schülern sehr überzeugende zusätzliche Angebote, die sie ihren Fähigkeiten bzw. Neigungen entsprechend nutzen können.

  • Zur Schule gehört das Schülerforschungszentrum der Universität Kassel an der Albert-Schweitzer-Schule. Dort werden naturwissenschaftliche interessierte Jungen, aber auch viele Mädchen in ihren Begabungen gefördert.

  • Im Bereich der Hochbegabtenförderung kooperiert die Schule mit der Kinder- und Jugendakademie. Außerdem findet eine intensive Zusammenarbeit mit der Universität Kassel statt.

  • Die Schule wurde 2011 als MINT-Schule ausgezeichnet. Kooperationspartner waren hier das Graduiertenkolleg in Göttingen (DFG) und das DIPF in Frankfurt.

 

Eine umfassendere Zusammenstellung der Ergebnisse finden Sie hier.

Die Vertreter der Elternschaft haben eine Stellungnahme zum Inspektionsbericht verfasst.

  Sie können sich diese hier ansehen.