Klassenfahrt der 8b nach Niederbronn

 

im Frühjahr 2013

 

 

Ohne wirklich zu wissen, was uns erwarten würde, machten wir uns mit gemischten Gefühlen am 22.04.13 auf nach Frankreich, zur Begegnungsstätte Albert-Schweitzer, die neben einem deutschen Kriegsgräberfriedhof in Niederbronn-les-Bains liegt. Dort sollten wir 25 französische Schüler aus Limours (unweit von Paris) treffen, um mit ihnen eine gemeinsame Woche zu verbringen.

Als wir nach einer 5-stündigen Busfahrt endlich ankamen, waren die französischen Schüler noch nicht eingetroffen, weswegen wir das Glück hatten, unsere Zimmer zuerst beziehen zu können. Nachdem auch die Franzosen vor Ort waren, machten wir zum ersten Kennenlernen verschiedene Spiele. Danach wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt um eine Rallye durch Niederbronn zu machen, bei der wir Anwohner fragen oder die Antworten an verschiedenen Orten suchen mussten. Der Abend wurde mit einem leckeren Abendessen abgerundet. Bis 22 Uhr tauschten wir uns noch über das Erlebte aus, um dann müde in die Betten zu fallen.

Am Dienstagmorgen startete das Programm gleich nach dem Frühstück mit einem 90-minütigen Vortrag des Leiters der Begegnungsstätte über die kriegerischen Auseinadersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich, bei denen die ca. 16000 Soldaten fielen, neben deren Gräbern die Jugendherberge erbaut wurde. Im Anschluss führte uns Herr Klein, der Leiter der Herberge, über den Kriegsgräberfriedhof und erzählte uns dabei von Schicksalen ausgesuchter Soldaten. Am Nachmittag besichtigten wir die „Citadelle de Bitche“. Wir wurden mithilfe von Audio-Guides durch die Festung geführt. Am Abend hatten wir alle noch viel Spaß beim Musik-Quiz, bei dem wir Titel, Interpret oder Herkunft von Liedern erraten mussten.

Mittwoch war „Strasbourg-Tag“. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus nach Strasbourg. Wir machten eine kleine Pause vor dem Europaparlament, um Fotos zu machen und wurden dann an einem kleinen Park bei „La petite France“ in der Innenstadt rausgelassen. Dort bekamen wir eine kleine Umfrage und sollten in kleinen Gruppen Einheimische zur Frage, was ihre Identität ausmacht, interviewen. Anschließend hatten wir zwei Stunden Zeit, um die Stadt eigenständig zu erkunden und Souvenirs zu kaufen.

Wieder in Niederbronn, gab es noch ein gemeinsames Grillen im Freien.

Donnerstag war „Performance-Day“. Am Tag zuvor hatten wir uns bereits in fünf verschiedenen Ateliers: Theater, Kochen, Hip-Hop, Steinmetz und Video eingewählt.

Gleich nach dem Frühstück ging es los und bis 15:30 arbeiteten alle kräftig mit, um anschließend ihre Ergebnisse zu präsentieren. Die Schüler des Koch-Ateliers sorgten für ein leckeres 3-Gänge-Menü. Wir ließen den Abend mit einer kleinen Disco, der „Big-Boum“ ausklingen.

Glücklicherweise mussten wir am Freitag, dem Tag der Abreise nicht so früh aufbrechen, im Gegensatz zu den französischen Schülern, die schon um 8:30 losfuhren. Nachdem unsere Sachen gepackt, die Zimmer aufgeräumt und das Gepäck nach unten getragen worden war, machten auch wir uns um 10:15 auf den Weg zurück nach Kassel. Als wir um ca. 17:00 Uhr erschöpft und mit vielen neuen Erfahrungen dort ankamen, warteten schon unsere Familien, und wir waren froh, unsere Eltern wieder in die Arme schließen zu können.

Trotz der anfänglichen Bedenken und den sprachlichen Hürden verbrachten wir eine bereichernde und interessante Woche in Niederbronn-les-Bains, an die wir uns sicherlich noch lange erinnern werden.

Fotogalerie: Niederbronn 2013

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