Anne Frank – eine Geschichte für heute

Die Wanderausstellung in Kassel im Februar bis April 2005

 

Bericht über die Ausstellung in der HNA 

Fotos von der Ausstellung

 
Unsere Schule war an der Präsentation der Wanderausstellung des Anne Frank Zentrums in Berlin und des Anne Frank Hauses in Amsterdam im Kasseler Stadtmuseum, an Vorbereitung und Begleitprogramm maßgeblich beteiligt. Die WERKSTATT GESCHICHTE der Schule war Mitveranstalter eines breiten Veranstalterkreises, dessen antreibende Kraft Ernst Klein vom Verein "Gegen Vergessen – für Demokratie" war.

Die Ausstellungsmacher und –organisatoren in Berlin und Amsterdam setzen auf ein Konzept , das die Jugend untereinander ins Gespräch bringt: in diesem Fall dadurch, dass Schülerinnen und Schüler Gruppen von Jugendlichen und Schulklassen durch die Ausstellung begleiten und in unterschiedlichen Formen auch jenseits der Ausstellung Gesprächsanlässe über das Gestern, vor allem aber auch über das Heute bewegen.

Eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern unserer Schule stellte sich dieser Herausforderung, nahm an dem zweitägigen Seminar teil und begleitete zahlreiche Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung. Über die Vorbereitung berichtete die HNA und die  Frankfurter Rundschau.

Die Ausstellungsbegleitung war sicherlich nicht einfach.

Von unserer Schule waren beteiligt:

  • Fleischer, Kathrin

  • Friedrich, Imke

  • Harle, Wiebke

  • Hermes, Nora

  • Hiller, Regina

  • Krischke, Johanna

  • Maaßen, Eva

  • Pawlak, Lena

  • Platner, Sebastian

  • Sachschal, Juliane

  • Stellmach, Nathalie

  • Tobey, Charlotte

Besonders aktiv waren dann Elisa Bischoff, Wiebke Harle, Juliane Sachschal und Stefanie Schäfer, die im 17. März  im Rahmen der WERKSTATT GESCHICHTE eine öffentliche Veranstaltung im Stadtmuseum Kassel im Rahmen des Begleitprogramms gestalteten mit dem Titel "Als jüdische Schülerin entlassen" – Wie der Nationalsozialismus Leben veränderte ". Sie lasen von Ihnen selbst ausgewählte Texte aus lokalen Quellen und beeindruckten in ihrer Lesung mehr als 60 Zuhörer mit ihrem Engagement, ihrem Interesse an dem Problem und ihrer Fähigkeit, dies zu analysieren und anderen mitzuteilen. Diese Lesung wurde im Freien Radio Kassel gesendet und ist auf dieser Homepage unter WERKSTATT GESCHICHTE zu finden.

 

 

Die Fahrt nach Amsterdam – auf den Spuren des Nationalsozialismus

 

In der letzten Woche des Sommerferien ging es endlich dahin, wo noch niemand der Ausstellungsbegleiterinnen gewesen war: ins Anne Frank Haus in Amsterdam, um all das, was bisher nur aus Büchern und der Ausstellung bekannt war, den Ort des Geschehens selbst zu sehen.

Dabei blieb es nicht. Ein Besuch des Widerstandsmuseums schaffte eine vertiefte Einordnung von Anne Franks Schicksal in die Situation der Niederlande unter der nationalsozialistischen Herrschaft und die Bemühungen von Niederländern, sich dagegen zu wehren.

Der Höhepunkt der Fahrt war aber sicherlich die Begegnung mit Jules Schelvis, einem der ganz wenigen Überlebenden des Vernichtungslagers Sobibor (in dem 250.000 Menschen ermordet wurden), der aus seinem Buch über Sobibor und aus seinen Lebenserinnerungen las und sich offen und freimütig Fragen stellte. Was Jules Schelvis über sein eigenes Schicksal berichtete, was nationalsozialistische Judenverfolgung bedeutete, ging wohl allen unter die Haut.

Als es nach zwei Tagen schon wieder nach Hause ging, waren im Gepäck sicherlich viele neue Erfahrungen – auch die, Amsterdam vom Boot aus zu sehen, denn eine Grachtenfahrt gehörte selbstverständlich zum Programm (Bilder).

 

 

Wer mehr über Anne Frank wissen möchte:

  

Es gibt einige Institutionen, die sich des Vermächtnisses von Anne Frank annehmen und über das Internet erreichbar sind.

 

 

"Gegen Vergessen - Für Demokratie"

 

Die Homepage dieses Vereins, der maßgeblich zur Kasseler Ausstellung beigetragen hat, ist zu finden unter:

http://www.gegen-vergessen.de

Interessant für alle, die sich mit dem Extremismus in Vergangenheit und Gegenwart auseinander setzen wollen.