Gedenklesung für die Opfer des Holocaust an der ASS

 

 

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus lasen Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Q 1 für ihre Mitschüler der E 1 aus der Autobiographie „Eine Katze namens Adolf“ der ungarischen Jüdin Trude Levi. Diese war 1944 als Zwanzigjährige zunächst ins KZ Auschwitz deportiert worden, von wo sie später zur Zwangsarbeit in die Munitionsfabrik Hirschhagen bei Hess. Lichtenau gebracht wurde. Die vier Leserinnen und Leser trugen Textabschnitte vor, die mit ihrem Lehrer Herrn Krüger im Unterricht ausgewählt und durch zeitgenössische Fotos ergänzt worden waren.

 

 

Sie schildern auf differenzierte und manchmal bedrückende Weise den Arbeitsalltag und das Zusammenleben der KZ-Häftlinge sowie das Verhalten von Deutschen ihnen gegenüber. Dadurch wird ein Beispiel für die Vernichtung von Juden durch unmenschliche Arbeit gegeben, das sich in der unmittelbaren Nähe von Kassel abspielte. Trude Levi überlebte im April 1945 einen Todesmarsch an die Elbe und wohnte nach Zwischenstationen in Südafrika und Israel in London. Durch mehrere Bücher und regelmäßige Besuche an Schulen auch noch im hohen Alter versuchte sie zur Aufklärung über den Holocaust beizutragen. Dafür erhielt sie 2008 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Sie starb am 4. Dezember 2012.

(Text / Bilder: Hr. Krüger; Bild oben von links: Lukas Mock, Karolin Löber, Marvin Schwartz, Theresa Kiehne)