Politik und Wirtschaft und Geschichte im bilingualen Unterricht (G9)

 

Die Albert-Schweitzer-Schule ist das einzige Gymnasium in Nordhessen, das den Schülerinnen und Schülern neben der ersten Fremdsprache Französisch auch ab der 8. Klasse ein Sachfach auf Französisch als Wahlmöglichkeit anbietet.

 

Was wird unterrichtet?

Für den bilingualen Unterricht, der in den Klassen 8 und 10 im Fach Politik und Wirtschaft, in der Klasse 9 im Fach Geschichte erteilt wird, gelten in der Mittelstufe in der Regel die gleichen Lehrpläne wie für den deutsch-sprachigen Unterricht. Damit aber der Blick auch auf unsere Nachbarländer Frankreich und England gerichtet werden kann und vor allem die wichtigen sprachlichen Grundlagen gelegt werden können, steht pro Woche eine Stunde zusätzlich zur Verfügung. Bilingualer Unterricht wird also dreistündig unterrichtet.

In der Oberstufe wird Politik und Wirtschaft als bilingualer Französischkurs und Geschichte als bilingualer Englischkurs angeboten, wenn ausreichend Schülerinnen und Schüler diese Wahloption annehmen.

Der fremdsprachige Anteil im Unterricht wird ständig erhöht. Entsprechend werden Tests und Klausuren zunehmend in französischer bzw. englischer Sprache geschrieben. Anders als im Sprachunterricht haben die inhaltlichen Leistungen jedoch bei der Bewertung Vorrang.

 

Klasse

Fach

Bezugs-Fremdsprachen

Unterrichtsumfang

Klasse 8

Politik und Wirtschaft

Englisch/Französisch

2+1 stündig

Klasse 9

Geschichte

Englisch/Französisch

2+1 stündig

Klasse 10

Politik und Wirtschaft

Englisch/Französisch

2+1 stündig

 

Welche Vorteile bringt der bilinguale Unterricht?

Die eigenen Erfahrungen und den eigenen Standpunkt durch einen anderen Blickwinkel zu relativieren, ist ein wichtiger Beitrag zur Weltoffenheit. Gleichzeitig wird hier nicht in erster Linie Sprache als Sprachgefüge gelernt, sondern dient vorrangig als Kommunikationsmittel in Bezug auf einen Sachverhalt. Dies lässt die Schüler selbstsicherer in der Anwendung der Fremdsprache werden und hat durch die Erweiterung des Sprachschatzes in zusätzlichen Stunden sehr positive Effekte auf den Sprachunterricht.

Am Ende der Mittelstufe (Klasse 10) können die Absolventen des bilingualen Unterrichts ein Zertifikat über diese zusätzliche Qualifikation erhalten.

Bei Weiterführung des bilingualen Unterrichts in der Oberstufe wird ebenfalls dem Abiturzeugnis ein solches Zertifikat beigefügt, das bei Bewerbungen in Studium und Beruf verbesserte Einstiegschancen bedeuten kann. Der bilinguale Unterricht in der Oberstufe ist auch Grundlage für ein weiteres, neu hinzu getretenes Zertifikat, das CertiLingua-Exzellenz-Label, das die Albert-Schweitzer-Schule als eine der wenigen Schulen in Nordhessen vergeben kann.

 

Wer kann/sollte den bilingualen Unterricht ab Klasse 8 wählen?

Da diese Wahl mit einem zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden ist, sollten die Interessenten in der 7. Klasse eine insgesamt gute Arbeitshaltung mitbringen und in Französisch bzw. Englisch, aber auch in den anderen Hauptfächern und den gesellschaftswissenschaftlichen Sachfächern gute bis voll befriedigende Noten zeigen können.

Ein späterer Ein- und Ausstieg ist in begründeten Einzelfällen möglich; in der Regel gilt die Wahl des bilingualen Unterrichts für 3 Jahre.

 

Bilingualer Unterricht in der Oberstufe

Zu Beginn der Oberstufe kann grundsätzlich ein Wechsel stattfinden. Der bilinguale Unterricht in Geschichte und PoWi ist jeweils an eine Fremdsprache gebunden.

Jahrgangstufe

Fach

Bezugs-Fremdsprachen

Unterrichtsumfang

E1 – Q4

Politik und Wirtschaft

Französisch

3+1 stündig

E1 – Q4

Geschichte

Englisch

3+1 stündig

 

Die Wahl von Französisch oder Englisch als Leistungsfach ist keine Voraussetzung für die bilingualen Kurse.