Zillertal 2011

 

  

  

EINE WOCHE MIT VIEL POWDER

 

Hier ein kleiner Bericht über unsere Skifahrt ins Zillertal 2011.

Wir, 45 gut gelaunte Schülerinnen und Schüler der ASS, fuhren am Freitagabend, den 21.01. um 22:00 Uhr, von der Schule nach Österreich ins Zillertal ab. Die Fahrt in unserem Doppeldeckerbus verlief sehr entspannt, aber vor allem auf dem Oberdeck mit hohen Temperaturen. Da der Busfahrer leider eine Ausfahrt verpasst hatte, kamen wir erst nach 11 Stunden Fahrt in Hochkrimml an der Duxeralm an. Aus den Fenstern sahen wir die typischen Holzhäuser mit großen Balkons. Wir konnten sogar die Piste mit dem Sessel- und Tellerlift hinter unserem Haus sehen. Es war wirklich eine sehr gute Lage, da wir dementsprechend nur 2 Minuten Fußweg bis zum Lift hatten. Nachdem wir den Bus ausgeladen hatten, ging es direkt zum Frühstück, welches sehr klein ausfiel. Danach bezogen wir unsere verschieden großen Zimmer und inspizierten unsere alte Berghütte. Mit Erschrecken stellten wir fest, dass es nur vier Duschen und vier Toiletten für uns alle gab, was aber erstaunlicherweise kein Problem während der Woche war.

 

Nach einer kurzen Ruhepause ging es für die Anfänger am Nachmittag direkt auf die Piste. Unterricht bekamen sie von Frau Komma und Stefan mit Hilfe einiger Fortgeschrittener. Bereits die ersten Versuche auf Blades bzw. Boards zeigten, dass sie nach kurzer Zeit schon sehr erfolgreich waren. So waren die Anfänger sehr glücklich mit sich selbst, als sie ihre erste Piste runtergefahren waren.

 

Die Fortgeschrittenen und Profis fuhren ab Sonntag mit ihren Lehrern Herr Rasch und Herr Heinemann. Uns wurde ganztägig die hohe Kunst des Carvens gelehrt, was selbst für die meisten Profis ganz neu war. Da wir alle von Beginn an beim Skifahren bzw. Boarden so gute Fortschritte gemacht hatten, durften wir ab dem 3. Tag die Nachmittage in mindestens Dreiergruppen verbringen. Nicht nur die Snowboader sondern auch einige Skifahrer verbrachten ihre freie Zeit im Funpark. Sie amüsierten sich über Schanzen zu springen und ihr Können zu zeigen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag begann es ohne sichtbares Ende zu schneien. Auch auf der Piste lagen mindestens 30 cm Schnee. Herr Heinemann düste mit seiner Gruppe los wie ein Blitz, um im Neuschnee zu verschwinden. Fast alle Schüler fanden es durchaus lustig durch den Tiefschnee zu fliegen und „den Boden zu küssen“. Dies veranlasste uns, das Wort „Powder“ überall zu verbreiten. Nachdem es Mittwochnacht auch noch geschneit hatte, konnten wir uns über mehr als 50 cm Powder freuen.

 

Auf unserer Schulskifahrt ging es, wie die Lehrer betonten, hauptsächlich um den Sport. Tagsüber fuhren wir aufgeteilt in den Ski- und Snowboardgruppen die Pisten herunter. Abends, nach dem Abendessen, hielten mehrere Schüler Vorträge über den Skisport, nötige Vorsichtsmaßnahmen und Erste Hilfe oder es fand eine Videoanalyse statt, die durch einige Stürze für viel Heiterkeit sorgte.

Danach hatten wir jedoch auch Freizeit, um auf den Zimmern zu spielen, musizieren,…, bis schließlich um 23 Uhr Bettruhe verordnet wurde. Schließlich mussten wir am nächsten Tag wieder fit für 6-7 Stunden Schneesport sein.

 

Essen gab es gegenüber unserer Unterkunft. Vor allem Landesspezialitäten standen auf dem Menü, die jedoch nicht immer mit unserem Geschmack übereinstimmten und unseren „Bärenhunger“ stillten. Sonst trafen wir uns mittags des Öfteren auf verschiedenen typisch österreichischen Hütten an den Pisten, um einen leckeren Germknödel, Kaiserschmarrn, etc. zu verspeisen.

 

Am letzten Tag gab es eine von zwei Schülern selbst organisierte Skirallye durch das ganze Gebiet. Die Gruppenzusammensetzung wurde so ausgelost, dass Skifahrer und Snowboarder verschiedener Niveaus in 6er-Gruppen zusammen fuhren. Die Auswertung verlief am selben Abend, der auch leider schon der Abschlussabend war. Die Hauptattraktion des Abends blieb jedoch die Ski- und Snowboardtaufe der Anfänger und das eigens geschriebene Zillertallied 2011. Es wurde gespielt, gesungen und gelacht bis tief in die Nacht.
Am folgenden Tag holte uns der Bus um 10 Uhr ab. Die Heimreise zog sich in die Länge und schließlich kamen wir abends alle gesund und ausgepowert an der Albert-Schweitzer Schule wieder an.

 

Es war eine informative Sportfahrt mit viel Humor und Muskelkater. Wir mussten uns zwar für eine Woche auf weniger Luxus einstellen, aber für den Preis, den wir bezahlt hatten, bekamen wir alles, was wir brauchten.

Wir freuen uns alle schon auf das Jahr 2012, dann geht es nämlich wieder auf „Skischulfahrt“.   (-:

Frederike und Héloïse