Bericht zur Schulskifahrt der Sportkurse E2 und Q2 im Februar 2014

 

 

Pünktlich um 23 Uhr kam der Reisebus am 30.01. mit den Hamburger Schülerinnen und Schülern, um uns, die zwei Sportkurse aus der E2 und Q2 abzuholen. Nach dem Einladen von unserem ganzen Gepäck, ging es nun auf eine 9 stündige Fahrt ins Zillertal zur Gerlosplatte.

Um 8:30 Uhr am nächsten Morgen erreichten 25 Schülerinnen und Schüler mit Ihren fünf Ski- bzw. Snowboardlehrern - Frau Suckstorff-Ullrich, Herr Heinemann, Janine, Stefan und Thomas - das Jugendgästehaus Gerlosplatte. Nach dem der Bus entladen war, gab es Frühstück. Danach hieß es geschlagene sechs Stunden warten, um die Zimmer beziehen zu können.

Die Zeit ging recht schnell vorbei, da es vor dem Mittagessen erst einmal zum Skiverleih ging. Am Nachmittag ging es für alle die Interesse hatten, schon einmal auf die Skier bzw. Snowboards, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Spät nachmittags waren unsere Zimmer endlich bereit. Unsere Unterkunft bot einfach eingerichtete

4-10 Bettzimmer mit Etagenduschen und WCs. Unsere Schule bekam einen von 4 Speisesälen zugeteilt, in dem morgens, mittags und abends ein Buffet serviert wurde. Ob wir mittags ins Haus einkehren oder lieber mit einem Lunchpaket versorgt auf der Piste unterwegs sein wollten, konnten wir uns ab dem 3. Tag selber aussuchen.

Abends hörten wir zwei Referate zum Thema „FIS Regeln“ und „Erste Hilfe auf der Piste“. Bevor wir dann frei hatten, erläuterte Herr Heinemann noch kurz den kommenden Tagesablauf und dann konnten wir unsere Zimmer fertig beziehen. Natürlichen erkundeten wir auch noch etwas das Haus. Für die Freizeit nach dem Pistenspaß gab es in dem Haus einen Mehrzweckraum mit einem Billardtisch, Tischtennisplatten, zwei Kicker und eine Lichtanlage mit DJ-Pult. Außerdem noch einen Fernsehraum mit DVD-Player und Singstarkonsole, sowie einen Gesellschaftsspieleverleih. Zu tun gab es also genug, meist war man aber froh sich nach dem anstrengenden Tag entspannen zu können.

Nach einer erholsamen Nacht, gab es am nächsten Morgen um 8:00 Uhr Frühstück. Um 9:00 Uhr haben wir uns in den vier Gruppen Ski-Anfänger und –Fortgeschrittene, sowie Snowboard-Anfänger und -Fortgeschrittene am Lift auf ungefähr 1700 Meter getroffen. Nun wurde es ernst.

Die Anfänger machten ihre ersten Erfahrungen und die Fortgeschrittenen bewiesen ihr Können und übten bereits neue Fahrweisen. Die Skifahrer zum Beispiel das Carven. Am Abend waren die meisten von uns fix und fertig. Vor allem den Snowboardern wurde am ersten Tag eine Menge abverlangt. Sie übten das Fallen und Aufstehen. In der Theorie klingt das ganz simpel, in der Praxis ist es jedoch alles andere als einfach. Nach diesem Tag hatten einige blaue Flecken, waren jedoch zufrieden mit sich. Die ganzen Erlebnisse vom ersten Tag, mussten am Abend natürlich erst einmal ausgetauscht werden, weshalb Herr Heinemann Mühe hatte, zu Wort zu kommen.

In den kommenden Tagen hatten wir vormittags Ski- bzw. Snowboardunterricht und ab dem dritten Tag durften wir uns  nachmittags in kleinen Gruppen frei im Skigebiet bewegen.

An einem Nachmittag hatte eine Gruppe ganz viel Pech. Wir waren an diesem Tag in Gerlos unterwegs und sind eigenständig zum Jugendgästehaus zurückgefahren. Die genannte Gruppe war leider etwas zu spät am Lift und musste deswegen die Piste zur Herberge hochlaufen. Dies hat uns gezeigt, an den folgenden Tagen rechtzeitig am Lift zu sein.

Das Wetter war in dieser Woche recht, wie soll ich sagen: „eigen“. Wir sind zu unterschiedlichen Wetterlagen gefahren. Jeder Tag war anders.

Mal genossen wir strahlenden Sonnenschein, dadurch wurde der Schnee am Nachmittag aber recht sulzig. Dann war es windig und uns schlug ein eisiger Wind ins Gesicht.

Mal waren die Pisten recht vereist oder es lag eine dünne Schicht Neuschnee darauf. Erschreckenderweise zog sich auch an zwei Tagen eine Wolke direkt über das Skigebiet. Naja, nicht über das Gebiet, sondern auf das Gebiet. Die Pisten lagen mitten in einer Wolke und man konnte vor lauter Nebel keine zehn Meter sehen. Das war recht erschreckend, weil man nicht immer genau sehen konnte, wo man sich gerade befand oder ob ein paar Meter unter einem ein anderer Fahrer ist, in den man vielleicht hineinfahren konnte. Vorsichtiges Fahren war also angesagt.

Aber was wären wir für Menschen an der ASS, wenn wir nicht auch solche Wetterbedingungen gemeistert hätten?

Der letzte Tag kam leider viel zu schnell. Um 9 Uhr trafen wir uns zum letzten Mal. Diesmal alle zusammen, am Lift, machten uns warm und teilten uns dann in gemischte Gruppen für eine Ski-Rally ein. Oben an der Bergstation angekommen, versanken wir in einer Wolkenwand. Nachdem wir nun nach und nach unsere Lösungen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Gerlos. Dort trafen wir uns mit den anderen in Seppi’s Skihütte.

Die letzte Abfahrt: Bei vielen von uns eine der besten Abfahrten der ganzen Woche. Nicht weil wir alle geübt hatten, sondern da diese Abfahrt uns den Abschied von diesem schönen Skigebiet noch schwerer machen sollte. Noch ein letzter Blick aus dem Lift auf die schöne Landschaft. Wir hörten von vielen, dass sie diesen noch einmal richtig genossen haben.

Zurück im Jugendgästehaus gaben wir unsere Skier und Snowboards zurück und bereiteten uns dann auf den Abschlussabend vor. Dieser nahte mit großen Schritten. Er begann mit der feierlichen Verkündung der Personen, die die meisten Streckenkilometer und/oder Höhenmeter in dieser Woche gefahren sind.

Nun wurde es spaßig. Jedes Zimmer hatte sich die Woche über ein Spiel ausgedacht. Diese endete in einem witzigen „Chaos“. Danach war es an der Zeit die Ski-Taufe abzuhalten. Das dafür eingeteilte Team hat sich für die Anfänger einen kleinen Vers überlegt, mit dem sie in die Gruppe der Ski- bzw. Snowboardfahrer aufgenommen wurden. Die drei Verantwortlichen mussten sich dafür verkleiden.

Danach verabschiedeten sich die Lehrer und wir starteten mit unserer kleinen Disko. Der Abend wurde lang. Um 0:30 Uhr gingen wir hoch in unsere Zimmer, packten weiter unsere Koffer oder spielten noch lange Karten. Leider war für einige von uns die Nacht schon um 6:00 Uhr zu Ende. Nun hieß es die letzten Sachen zusammenpacken und Zimmer aufräumen. Nachdem wir die Koffer zur Sammelstelle gebracht hatten, gab es Frühstück.

Es war an der Zeit endgültig Abschied zu nehmen. Immer wieder hörten wir: „ich möchte noch länger bleiben“ oder „ Die Zeit ging viel zu schnell rum“. Uns ging es genauso.

Um 9 Uhr saßen wir und die Schüler aus Hamburg im Bus in Richtung Heimat. Die Fahrt ging schnell vorbei. Wir verbachten sie mit schlafen, Musik hören oder Kartenspielen.

Um 18:45 Uhr erreichten wir alle die ASS.

Eine wunderschöne und ereignisreiche Woche war nun vorbei. Einige von uns waren zu diesem Schuljahr erst neu an die Schule gekommen und haben so neue Kontakten knüpfen können. Wir denken, dass ein Großteil von uns auch nächstes Jahr dabei sein wird.

 

Blanca Schiemann (Q2) und Luisa Hornschuh (E2)

Fotogalerie: Zillertal 2014

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Ein Kleiner Einblick in den Snowboardunterricht (von Blanca Sch.)

Für mich war das Snowboarden anfangs sehr, naja, wie soll ich das Sagen? Komisch, aber nicht im lustigen Sinne. Man schnallt sich ein Brett unter die Füße. Ok, das war ich vom Skifahren die Jahre davor ja schon gewohnt. Aber gleich beide Füße an einem Brett? Was, wenn man das Gleichgewicht verliert? Man kann ja schließlich keinen Ausfallschritt mehr nach vorn, zur Seite oder nach hinten machen. Nichts. Man fühlt sich da sehr unbeholfen. Daher ist es für ungeschickte Menschen wie mich recht praktisch, dass man gleich am Anfang lernt, richtig zu fallen.

Klein machen, über den Rücken abrollen, die Hände zu Fäusten ballen, damit man sich nichts an den Handgelenken tut. In der Theorie klingt das alles zwar logisch, aber den unzähligen blauen Flecken konnte ich trotzdem nicht entkommen. Aber auch wenn es mal nicht geklappt hat, man ist wieder aufgestanden und hat es weiter versucht. Denn das Gefühl eigenständig gefahren zu sein, ist unbeschreiblich. Ich war voller Stolz, als ich die ersten zehn Meter am Hang hinunter geglitten bin. Dann hab ich das Board abgeschnallt und bin die gleichen Meter wieder raufgelaufen, um es gleich noch einmal zu machen. Ich hab gestrahlt, als ich ohne Hilfe eine Kurve fahren konnte. Oder dass ich eigenständig anhalten konnte. Schon nach kurzer Zeit hatte ich kein unbewegliches Brett mehr unter meine Füße geschnallt, sondern ein Snowboard.

 

 

Ein Kleiner Einblick in den Skiunterricht (von Luisa H.)

Die ersten „Schritte“ auf Skiern.. Wenn man es nicht gewohnt ist, sehr komisch. Du hast ungefähr 1,5 Meter Brett unter dir und das gleich zweimal. Die erste Skistunde war richtig komisch .Als erstes haben wir fallen geübt. Das ist nicht schwierig. Das Aufstehen jedoch verlangt eine Menge Körperspannung und vor allem Gleichgewicht, da man sonst ganz schnell wieder da war, wo man nicht wieder hinwollte. Nun ging es daran, zu üben wie man „ohne“ die Skier abzuschnallen, einen Hügel hochkommt.

Du warst gefühlt im Spagat, um im V-Schritt den Hügel hoch zu laufen. Da dies sehr anstrengend ist, haben wir auch noch eine zweite, etwas angenehmere Variante gelernt. Nun sollten wir seitwärts den Hügel hoch laufen. Man kann es sich so vorstellen, als ob man seitwärts eine Treppe nach oben geht.

Als nächstes ging es darum, richtig zu bremsen. Als Anfänger bremst man erst einmal im sogenannten Schneeflug. Als Fortgeschrittener dann seitwärts. Danach ging es das erste Mal auf den Berg. Oben angekommen, hatten manche von uns ein bisschen Höhenangst, vor allem als es dann an die Kante zur Abfahrt ging. Aber spätestens am dritten Tag hat sich niemand mehr von uns das anmerken lassen. Denn wenn man den Mut verliert, rutscht man den ganzen Berg nur ab, aber das ist erstens super langweilig und zweitens auf Dauer anstrengend.

 

Ich kann das Skifahren nur weiterempfehlen!