Bericht über die Lesung in der HNA

Albert-Schweitzer-Schüler stellen neues Buch zur Städtepartnerschaft Kassel-Arnstadt vor

"Damals herrschte Aufbruchstimmung" 

 

KASSEL. Dass 1989 mit dem Mauerfall Weltgeschichte geschrieben wurde, ist unumstritten. Aber auch lokale Geschehnisse nahmen damals ihren Anfang. Schüler der Werkstatt Geschichte an der Albert-Schweitzer-Schule haben das historische Ereignis auf eine lokale Ebene heruntergebrochen. In ihrem Buch mit dem Titel „Grenzen überschreiten“ dokumentieren sie das Geschehen rund um die Wende in Kassel und der thüringischen Partnerstadt Arnstadt.
Persönliche Erlebnisse
Diese siebte Publikation der Werkstatt Geschichte stellten die Teilnehmer jetzt bei einer Lesung im Stadtmuseum vor. Rund zwei Dutzend Zuhörer konnten den politischen Verlauf jener Zeit noch einmal anhand von Dokumenten und Bildern Revue passieren lassen. Einige der Gäste berichteten im An-schluss an die Lesung von ihren ganz persönlichen Erlebnissen.
Dies war für die Schüler, wie sie sagten, eine Bereicherung. Denn bei ihrer Arbeit ging es um jüngere Geschichte, zu der sie Zeitzeugen befragen konnten. Johanna Diecke hat schon beim letzten Projekt mitgemacht: "Da waren wir fast nur im Archiv beschäftigt", sagt sie.
Jetzt sind die zwölf Teilnehmer der Werkstatt Geschichte nach Arnstadt gefahren, haben dort im Kreisarchiv recherchiert und sich den Ort angesehen. In Kassel hatten sie die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Hans Eichel, dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt. Eichel schilderte nach der Lesung im Stadtmuseum Details und Hintergründe zu Situationen, die die Schüler angesprochen hat-ten. Zusammenfassend sagte er: "Es herrschte damals eine Aufbruchstimmung, die ich nie wieder so erlebt habe." (zip)
Wolfgang Matthäus/Mareike Görtz (Hrsg.): Grenzen überschreiten. Kassel und Arnstadt 1989. Eine Dokumentation, Heft 7 der ASS-Geschichtswerkstatt, 208 Seiten. Das Buch ist für zehn Euro im Buchhandel erhältlich sowie über die Albert-Schweitzer-Schule, Kölnische Str. 89, Tel. 10 21 85