Rio Pachitea

Rio Pachitea ist das Synonym für das soziale Engagement der Albert-Schweitzer-Schule

 

Der Rio Pachitea ist ein Nebenfluß des Ucayali, eines der peruanischen Quellflüsse des Amazonas. Er mündet in diesen bei der Stadt Pucallpa. An seinen Ufern und denen der zahlreichen Nebenflüsse im Regenwald leben Indiostämme, Ashanincas, Yaneshas, Cacataibos, deren Überleben durch das Vordringen der westlichen "Zivilisation" bedroht ist.

Ende der 60-er Jahre wurde von einem Freund Albert Schweitzers, Dr. Theo Binder, ein Hilfsprojekt ins Leben gerufen, das ursprünglich vorwiegend der gesundheitlichen Versorgung der Menschen dienen sollte und inzwischen auch Bildung und Ernährung umfaßt.

Die fortschreitende industrielle Erschließung ihres traditionellen Lebensraums, vor allem die Abholzung des Regenwaldes, stellt eine massive Bedrohung für diese Völker dar. Jagd und Fischfang werden immer schwieriger.Die Menschen leiden an Krankheiten, die ihnen bis dahin unbekannt waren, und ihre angestammte Lebensweise ist immer mehr in Frage gestellt.

 

Das Ziel der von Dr. Binder begründeten Arbeit, die heute vom Freundeskreis Indianerhilfe e.V. Leverkusen (FKI) getragen wird, ist es, den Menschen die unvermeidliche Veränderung ihrer Lebenssituation bewältigen zu helfen. Vor Ort am Rio Pachitea sind seit etlichen Jahren nur noch einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, die vorwiegend als Promotores de Salud , d.h. als Gesundheitshelfer tätig sind. Sie versorgen die Dörfer mit Medikamenten und Impfstoffen und sind dazu hauptsächlich mit dem Boot auf den Flüssen im Regenwald unterwegs. In früheren Jahren waren hier - wie heute noch in einem neuen Projekt im Norden Perus am Rio Chambira- auch europäische Ärzte tätig, die sich inzwischen aus dem Projekt zurückziehen konnten und nur noch regelmäßige Supervisionsreisen und Fortbildungen für die Promotoren durchführen.

Daneben wird die Arbeit bilingualer Grundschulen unterstützt, denen kaum Lehrmaterial zur Verfügung steht. Hier soll der Erhalt der eigenen Stammessprache Ashanica und daneben die Alphabetisierung der indigenen Bevölkerung gefördert werden. Denn Lesen und Schreiben werden - im Gegensatz zu früher - für die Menschen dort unverzichtbar sein.

Ferner wird untersucht, wie die sehr nährstoffarmen Böden des Regenwaldes, auf denen nach einer Abholzung kein Wald mehr wachsen kann, längerfristig landwirtschaftlich genutzt werden können, um die Ernährungssituation der Menschen zu verbessern.

 

Die Albert-Schweitzer-Schule veranstaltet seit Mitte der 70iger Jahre stets in der Vorweihnachtszeit eine Spendenaktion. Durch den Einsatz der ganzen Schulgemeinde kommen dabei alljährlich Beträge zwischen 10.000,- und 19.000,- Euro zusammen.

 

Für alle Einnahmen rund um unser RiPa-Projekt  sowie für Spenden steht folgendes Konto des Fördervereins zur Verfügung:

Kasseler Sparkasse, IBAN: DE97520503530000042330

 

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