Am Donnerstag vergangener Woche war es endlich so weit: Nach langer und intensiver Vorbereitung wurde im Rahmen des Themenabends „(Un-)bekannt“ für zwei Stunden der Bereich vor und in der Aula in eine Begegnungssphäre der Perspektiven umgestaltet. Innerhalb dieser Sphäre schuf ein an musischen, lyrischen und dramaturgischen Elementen reiches Programm eine Eindruckskulisse, die nicht zuletzt durch nahtlose und variable Übergänge zu einer starken und vielseitigen Gesamtimpression zur Flüchtlingsthematik verhalf.

Unter den lyrischen Beiträgen rangierten äußerst ausdrucksstarke Gedichte, die durch Stellungnahmen und Prosa in ihrer Wirkung unterstützt wurden. Beispielsweise wurde ein fiktiver Brief an ein ungeborenes Flüchtlingskind, dessen Mutter den beschwerlichen Weg durch das Mittelmeer auf sich genommen hat, vorgelesen. 

Auch unter den Beiträgen vertreten: zwei von Flüchtlingen verschiedener Herkunft und Lebensgeschichte verschriftlichten Perspektiven, welche einen effektvollen Perspektivaustausch ermöglichten.

Außerdem vermittelte ein selbstgedrehter Kurzfilm wichtige gesammelte Impressionen aus der Flüchtlingsunterkunft „Rosengarten“ mit der das Organisationsteam den Abend gemeinsam vorbereitet hatte. Der Film veranschaulichte, wie Integration und gegenseitige Bereicherung vorbildlich funktionieren können und inspirierte zur Fortführung des Projekts und Kontakts.

Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch eindrucksvolle Darbietungen seitens der DS-Kurse mit selbstentwickelten Szenen, deren Aussage einherging mit wortloser Kritik und darstellerischem Bühnengeschick.

Ebenfalls unvergesslich bleibt der musikalische Teil des Abends: Der Chor und vor allem die aufstrebende dreiköpfige Band „Radish“ sorgten für ordentlich viel Stimmung. Eine begegnungsfreudige Stimmung, die gegen Ende maximal gesteigert wurde, als alle Zuschauer Zeugen einer unglaublichen Saxofon-Improvisation mit orientalisch-abendländischem Zusammenspiel zweier Saxofone wurden. Nicht minder beeindruckend war der vorangehende Auftritt des interaktiven Trommelworkshops, welcher sich aus Trommlern unserer Schule und bereitwilliger Flüchtlingen aus dem Rosengarten zusammensetzte. Die gemischte Gruppe hatte ihren gemeinsamen Rhythmus gefunden! 

Sicherlich wird der Abend bei allen als ein sehr bereichernder Abend mit breitem Perspektivspektrum und vielen interessanten Beiträgen in Erinnerung bleiben.

(Text: Alexej Silenko)

 

Und so stand es am 09. März in der HNA

 

 

Der Spendenerlös des Abends wurde verwendet für die Flüchtlingseinrichtung Rosengarten und für folgendes Projekt:

 

Flüchtlingsprojekt in Zusammenarbeit mit der CVJM-Hochschule

In einem Forschungsprojekt der CVJM-Hochschule über die Integrationsmöglichkeiten von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen am Beispiel der Einrichtung Hephata (Gießbergstraße) haben wir festgestellt, dass die Jugendlichen nur sehr geringe Integrationschancen, aber einen ausgeprägten Integrationswillen besitzen und gerne „deutsche“ Gleichaltrige kennenlernen möchten. Deshalb haben wir ein Kooperationsprojekt gestartet, bei dem sich Schüler/-innen der ASS und die Flüchtlinge regelmäßig treffen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Bei den nächsten Treffen stehen u.a. ein Filmabend und bouldern an. Damit hoffen wir, die Integration der Flüchtlinge voranzubringen Für diese wichtige Aufgabe zur Stärkung und Integration der jungen Flüchtlinge benötigen wir weiterhin finanzielle Unterstützung. Die Religions- und Ethiklehrer haben sich bereit erklärt, uns mit einer Spendensammlung in den Unterrichtsstunden dieser Woche zu unterstützen. Wir bedanken uns bei allen, die bei diesem Themenabend gespendet haben und noch spenden werden.

 

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