Ski-Fahrt 2016

 

Die diesjährige Ski-Fahrt, die im Zeitraum des 05.02.2016 bis zum 13.02.2016 lag und in Matrei in Osttirol stattfand, war eine Sportkursfahrt, die ihren Fokus auf das Erlernen und Erweitern der Ski- und Snowboardfahrkünste setzte. Gefahren und gelernt wurde im Gebirge Cimaross. Die einzelnen Gruppen hatten immer einen Lehrer, der sich so oft und so lang wie möglich um die Gruppe gekümmert hat. Die Vorbereitungen waren sehr vertiefend und ebenfalls sehr aufwendig zu meistern, wie ich im Folgenden berichten werde.

 

Am Freitag, dem 5. Februar begann unsere Fahrt um circa 22 Uhr. Die Fahrt dauerte insgesamt 10 Stunden, Pausen mit einbezogen und so kamen wir am Samstag, dem 6. Februar in Matrei am Hotel „Hohe Tauern“ an. Zunächst wurden die Koffer und die Taschen ausgeladen und in einer Art Aufenthaltsraum gelagert. Danach fuhren wir mit dem sogenannten „Schi-Bus“ zu einem Sportgeschäft namens „Sport 2000“; hier wurden die Ski- und Snowboardausrüstung verliehen. In dem Sportgeschäft war man ebenso in der Lage, die Ausrüstung, also die Schuhe und Boards, zu deponieren, wenn man nicht mehr auf der Piste ist. Danach fuhren wir zurück ins Hotel, da wir uns für unsere Zimmer anmelden mussten. Hierbei kam es zu Komplikationen, da alle Ski- und Snowboardlehrer mit den fortgeschrittenen Ski- und Snowboardfahrern auf der Piste waren, dennoch konnten diese schnell geklärt werden. Wir bezogen also unsere Zimmer, die eigentlich einem Appartement ähnelten. So passten über 10 Personen in ein Appartement, das sich über zwei Etagen ausbreitete. Unser Zimmer lag im Obergeschoss, bestand aus 5 Betten und einem Bad. Nach Bezug der Zimmer gab es Abendessen. Danach kam es zu den ersten Referaten der Fahrt. An diesem Tag waren die Themen der „FIS-Pistenregeln“ und der Ersten Hilfe im Programm, die hauptsächlich für die Anfänger wichtig waren.

 

Wie an jedem der folgenden Tage mussten wir um 7 Uhr morgens aufstehen, da es um 7:45 Uhr Frühstück gab. Nach dem Frühstück hatte man Zeit bis um 8:50 Uhr, sich für die Piste fertig zu machen, da zu der Zeit der „Schi-Bus“ vor dem Hotel hielt. Nach der Fahrt mit dem Schi-Bus gingen alle ins Depot und holten ihre Sachen ab, um später mit der Gondel, dem Goldried I, den Cimaross hoch zu fahren. Oben angekommen wurde sich immer zunächst aufgewärmt. Jeden Morgen waren 5 Schüler für das Aufwärmprogramm der einzelnen Gruppen zuständig. An diesem Tag wurden wir zuerst mit dem Snowboard bekannt gemacht. Danach bekamen wir direkt unsere ersten Aufgabe: Wir sollten langsam einen kleinen Berg mit gekanteter Backside runter“-rutschen“. Dies mag einfach klingen, ist es aber nicht, da es schwer ist, als Anfänger ohne Probleme die Balance zu halten. Die Übung wurde nach unserem täglichen Mittagessen im Lokal „zum Goldried“ im Zeitraum zwischen 11:30 bis 12:30 fortgesetzt, bis es Zeit war, sich um 16 Uhr mit der Gondel wieder zum Fuß des Gebirges und zurück ins Hotel zu begeben. Nach dem Abendessen hatte man wieder Freizeit und konnte sich entspannen für den nächsten Tag.

 

Am Montag, dem 8. Februar, war bis zum Mittagessen „Schüler helfen Schüler“ für einige Anfänger geplant. Hier wurden fortgeschrittene Snowboard- und Skifahrer mit Neulingen für eine intensive 1:1 Betreuung zusammengeführt. Persönlich fand ich diese Idee mehr als gut, da es effektiv geholfen hat, Snowboard fahren zu verstehen. Nach dem Mittagessen ging es weiter mit weiteren Übungen, an diesem Tag war es das Abrutschen mit der Frontside. Dies war ebenfalls sehr kompliziert, ging aber nach einiger Zeit fast problemlos. An diesem Abend wurde über die Ski- und Snowboardpflege sowie über verschiedene Arten von Skiern und Snowboards referiert.

 

Am nächsten Tag, Dienstag, dem 9.Februar, ging es weiter mit der Vertiefung und Perfektionierung des Frontside- und Backside-Abrutschens, mit anschließendem Antasten an das Kurven fahren, bevor uns nach dem Mittagessen die Wahl stand, weiter und frei in Gruppen fahren zu wollen, oder zurück ins Hotel zu fahren. Viele entschieden sich, frei in Gruppen zu fahren und fuhren erneut bis 16 Uhr die verschiedenen Pisten runter. Am Abend erhielt jeder Rückmeldungen zu seinem Könnensstand mithilfe von Videoanalyse.

 

Am Mittwoch, dem 10. Februar stand ein ganztägiger Übungstag auf dem Programm. Hier wurde das Frontside- und Backside-Abrutschen und -Ankanten perfektioniert und das Kurvenfahren vertieft und erweitert, sowie korrigiert, da am nächsten Tag die praktische Prüfung bevorstand. Abends wurden verschiedene Gruppenspiele, so wie zum Beispiele Lippenlesen und Scharade gespielt. Der Jahrgang, der die meisten Aufgaben geschafft hatte, bekam einen Wanderpokal, der jedes Jahr weitergegeben sollte, um diese „Tradition“ zu bewahren. Dieses Jahr gewann die Q-Phase den Pokal und nächstes Jahr soll dieses „Ritual“ weitergeführt werden.

 

Am Donnerstag, dem 11. Februar, war der Tag der praktischen Prüfung. Am Vormittag wurden also die verschiedenen, gelernten Techniken geübt, um diese im späteren Verlauf vorzuführen. Jeder Prüfling wurde gefilmt und analysiert, woraus später die Note im Bereich der praktischen Prüfung resultierte. Am Nachmittag hatte man erneut die Möglichkeit, frei die Pisten in Gruppen zu fahren. 

 

Am Freitag, dem 12. Februar, stand eine 3-stündige Ski-Rallye auf dem Programm. Diese Rallye bestand aus verschiedenen Aufgaben, verteilt über das gesamte Skigebiet. So musste man zum Beispiel ein Gesicht aus den ganzen Boards und Skiern machen, oder sich einen Après-Ski Song mit bestimmten Worten ausdenken, der gefilmt und vorgetragen wurde. Am Abend gab es einen Abschlussabend. In vielen Spielen musste man zum Beispiel einen Jungen als Mädchen verkleiden (Wahl der Miss Matrei) oder in zweier Teams verschiedene Kamasutra-Stellungen, natürlich bekleidet, ausführen. Der Abend endete um 22:30 Uhr, da man am nächsten Morgen früh aufstehen musste.

 

Am letzten Tag der Fahrt, Sonntag, dem 13. Februar, wurden alle Zimmer aufgeräumt und gesäubert, die Koffer gepackt und der Müll sortiert und entfernt, Schlüssel abgegeben und die Koffer zum Bus gebracht werden, der schon um 7 vor unserem Hotel wartete. Nach dem Frühstück und dem Beladen des Busses begann um 8 Uhr die Fahrt zurück nach Deutschland. Die Fahrt zog sich ewig lang, und es waren gefühlte Jahre. Um 18:15 Uhr kamen wir dann in Kassel an und fuhren mit unseren Sachen wieder nach Hause.

 

Die Atmosphäre war die ganze Fahrt über sehr gut. Die einzelnen Jahrgänge haben sich gut untereinander verstanden, Komplikationen gab es keine. Dennoch gab es einige Unfälle. So hat sich zum Beispiel ein Schüler den Knöchel verstaucht, oder ein anderer sich den Arm schwer verletzt. Muskelkater hatten die meisten Schüler, das kann man aber bei dieser Anstrengung nicht umgehen.

 

Im Ganzen gesehen würde ich die Fahrt gerne wiederholen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es körperlich sehr anstrengend war. Das Programm war sehr gut, das Lernen und Arbeiten mit den Lehrern hat sehr viel Spaß gemacht und die Unterkunft sowie die Lage waren sehr schön. Jedoch hätte ich mir mehr Zeit gewünscht, frei zu fahren. Dies lag aber daran, dass ich noch ein Anfänger war, und mich für die Prüfung gut vorbereiten musste. Ansonsten fand ich die Fahrt sehr gut, und würde sie gerne wiederholen, sofern ich die Möglichkeit hätte.

 

(Text: Oliver Fritzschka)

 

 

Fotogalerie: Ski-Fahrt 2016

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