05.02.2018 Holocaust-Gedenktag für die 9. Klassen am 30.1.2018

05.02.2018 Holocaust-Gedenktag für die 9. Klassen am 30.1.2018

Am 30. Januar begingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 der ASS gemeinsam in der Aula den Holocaust-Gedenktag. Die Veranstaltung wurde gestaltet von ihren Mitschülern aus dem Religions- sowie dem Geschichts-Grundkurs der Q 3 von Frau Frömberg und von Herrn Krüger. Dieser betonte in seiner Einführung, dass das Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 73 Jahren in diesem Jahr genau am 85. Jahrestag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler stattfinde, somit also Anfang und Ende des verbrecherischen NS-Regimes umfasse.

Zwei seiner Schüler, Carl-Moritz Köpp und Julian Meyer, berichteten von der ersten Deportation von Kasseler Juden, die am 9. Dezember 1941 nach Riga ging. Am Bericht von Ruth Rosenbaum, die im Gegensatz zu den meisten anderen Deportierten den Völkermord überlebte, machten sie den Anwesenden nicht nur die Leiden der jüdischen Familien sehr deutlich, sondern ebenfalls die Tatsache, dass auch Kassel nicht vom Holocaust verschont blieb.

Die Schülerinnen und Schüler Lennart Anders, Niklas Baierl, Julia Jörg, Charlotte Kuligk, Alexander Popov, Patryk Schewzyk und Amane Simon aus dem Grundkurs Religion Q 3 von Frau Frömberg lasen danach Texte aus dem Buch „Die Nacht“ des Schriftstellers und Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel vor, der das KZ Auschwitz überlebt hatte. Diese hatten sie im Unterricht unter der Fragestellung ausgewählt: wo war Gott in Auschwitz? Am Ende ihres Vortrages stand das Zitat:  „Nur wenn wir uns an die Vergangenheit erinnern, haben wir die Kraft, die Zukunft zu gestalten.“

Als Abschluss berichteten Anna Hees, Aleyna Sankutlu und Janno Schade aus dem Grundkurs Geschichte Q 3 von Herrn Krüger von ihren eigenen Erfahrungen in der heutigen Gedenkstätte Auschwitz, die sie 2017 im Rahmen einer Begegnungsfahrt der ASS besucht hatten. Eindringlich zitierten sie den Text eines Mitschülers, der von dem Besuch des ehemaligen Vernichtungslagers tief beeindruckt war und allen Altersgenossen riet, dieses Angebot der Schule wahrzunehmen.

Unter den melancholischen Klängen der Schulorgel, auf der Sebastian Emde die gesamte Veranstaltung begleitet hatte, verließen die Schülerinnen und Schüler still und betroffen die Aula, um anschließend in ihren Klassen über das Gesehene und Gehörte zu sprechen und zu diskutieren. 

 

Text und Bilder: Hr. Krüger

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