05.11.2018 „Leben und leben lassen“ Achter Politischer Abend an der Albert-Schweitzer-Schule

05.11.2018 „Leben und leben lassen“  Achter Politischer Abend an der Albert-Schweitzer-Schule

Wenn es den Politischen Abend an der ASS nicht seit acht Jahren geben würde, man müsste ihn erfinden. Wieder war es ein  gelungener und wertvoller Abend, darin waren sich alle Besucher der Diskussionsveranstaltung einig. Es war ein ambitionierter politischer Diskurs zu nachhaltigem Leben und Handeln. Und dies in einer Zeit, in der man sich Sorgen macht um die Exzesse und die Wortwahl politscher Diskussionen. Auch in diesem Sinne war der Abend beispielhaft.

Fast drei Stunden diskutierten zehn Vertreter_innen von den Stadtreinigern, von Greenpeace, vom Unverpacktladen, von Entwicklungsingenieuren von SMA und VW, von Ariwa, vom Umwelthaus und vom Verein  Agrarwende Nordhessen. Aus unterschiedlichen Interessen und Perspektiven trugen die Gäste ihre kontroversen Standpunkte aus  und diskutierten mit den interessierten aufmerksamen  Schülerinnen und Schülern.

Die Motivation für das Projekt, einen Unverpacktladen zu eröffnen, ergab sich für Helen Neuwirth aus der kritischen Reflexion ihres eigenen Kaufverhaltens.  Sie erklärte aber auch die Schwierigkeiten, ihn dauerhaft zu etablieren. Andreas Ploss von Greenpeace zeigte auf, dass viele Körperpflegeprodukte und Kosmetika feste und flüssige Kunststoffe enthalten und spitzte sein Statement mit der Frage zu: „Können wir es uns leisten, mit dieser Plastikmenge zu leben?“ Dirk Lange, der Betriebsleiter der Stadtreiniger, warb für eine konsequente und disziplinierte Mülltrennung. In dem Workshop „TESLA und Co.“ wurde der Frage nachgegangen, ob E-Mobilität zu einem ressourcenschonenden Lebensstil gehöre. Der  „Klimawandel auf dem Teller“ fragte nach veganen Lebensweise, nach bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft und ob „Bio“ ein Scheinzertifikat sei. Spannende und kontroverse Diskussionsrunden, aber mit vollem Respekt vor den Haltungen und Argumenten anderer.

Die „Stars“ des Abends aber waren die Schülerinnen und Schüler, die seit Monaten mit Kreativität und Ausdauer Referenten suchten und dem Abend inhaltliche Struktur gaben. Trotz Anspannung zeigten sich die Moderatoren der Runden bestens vorbereitet und talentiert in der Fähigkeit, Meinungsaustausch zu ermöglichen und zu fördern. Ein engagiertes Lehrerteam stand unterstützend bereit und war begeistert vom Zusammenhalt und dem politischen Bewusstsein der SuS.

(Text: Hr. Riehl)

 

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