08.05.2017 Exkursion der Klassen 9 nach Mittelbau-Dorau

08.05.2017 Exkursion der Klassen 9 nach Mittelbau-Dorau

Am 26.04.2017 besuchte der gesamte Jahrgang 9 mit den Geschichtslehrerinnen und -lehrern die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in der Nähe von Nordhausen. Jede Klasse besichtigte die riesigen unterirdischen Stollenanlagen, in denen zehntausende KZHäftlinge unter Zwangsarbeit und menschenverachtenden Bedingungen Waffen für die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

herstellen mussten sowie das oberirdische Gelände mit den Baracken, dem Appellplatz und dem Krematorium.

Das Konzentrationslager Dora wurde im August 1943 gegründet; anfangs lebten und arbeiteten die Häftlinge nur im Stollen, sie produzierten dort – vor Luftangriffen geschützt – die „Vergeltungswaffe“ V2; in den ersten sieben Monaten starben fast 5000 Menschen. Über 90 Prozent der Häftlinge waren wegen ihres Widerstandes gegen die deutschen Besatzer aus anderen Ländern nach Mittelbau deportiert worden. Am 11. April 1945 wurde das KZ Mittelbau, das mittlerweile Dora und etwa 40 Außenlager umfasste, von den Amerikanern befreit.

Von den insgesamt 60.000 Häftlingen, die zwischen 1943 und 1945 dort inhaftiert waren, haben über 20.000 die Lagerhaft und Zwangsarbeit nicht überlebt.

Sowohl die informative Führung durch die Gedenkstätte als auch die Ausstellungen in den Gebäuden und die beklemmende Atmosphäre auf der gesamten Anlage machten den Rückweg trotz strahlendem Sonnenschein frostig. Die Fahrt hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, aufmerksam und einfühlsam zu sein und niemals wegzusehen, wenn Unrecht geschieht.

 

(Text: Sarah Ewert, 9c; Bilder: Hr. Rose)

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