10.03.2017 „[…] nur war es ihm [Lenz] manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.“ (Büchner: „Lenz“, Kap. 1)

10.03.2017 „[…] nur war es ihm [Lenz] manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.“ (Büchner: „Lenz“, Kap. 1)

Mit seiner Stimmgewalt und Ausdrucksstärke begeisterte Christian Wirmer, wie bereits im letzten Jahr, am letzten Mittwoch etwa 200 Schüler/innen der Q2 der Engelsburg und der Albert-Schweitzer-Schule mit einer atemberaubenden Vorstellung des „Lenz“, einer von Georg Büchner verfassten Novelle.

Über 90 Minuten zog die andersartige Vorstellung und Bearbeitung des Buches die Zuhörenden in einen schwer entziehbaren Bann, der in minutenlangen Beifall mündete. Durch Arbeit mit Pausen, mit Änderungen im Farbverlauf und Tonfall, aber auch durch den Nutzen des Raumes bot der  

gelernte Schauspieler den Schüler/innen eine andere Herangehensweise, um der melancholischen Lektüre, die auf dem Besuch des Steintales durch den Sturm und Drang-Dichter Lenz und seinem bedrückenden Krankheitsverlauf basiert, zu begegnen.

Obwohl es sich bei „Lenz“ nicht um ein Drama handelt, schaffte Wirmer es, jedem Charakter eine einprägsame Persönlichkeit, eine eigene Sprachweise zu schenken, ja sogar schier allein mit der Kraft seiner Stimme die in „Lenz“ so detaillierten Naturbeschreibungen vor den Anwesenden erscheinen zu lassen. Eines ist nach dieser Vorstellung sicher, „Lenz“ wird uns sicherlich noch lange im Kopf bleiben.

(Text: Stephanie Waldeck, Q2)

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