17.09.2018 Lebens- und Herzensretter Projekte an der Albert-Schweitzer-Schule gestartet

17.09.2018 Lebens- und Herzensretter Projekte an der Albert-Schweitzer-Schule gestartet

- 12 Oberstufenschüler/innen legen erfolgreich das DLRG-Rettungsschwimmabzeichen in Silber ab

In wenigen Tagen geht es für den Abiturjahrgang auf Abschlussfahrt, dann naht schon bald die intensive Vorbereitung auf das Abitur. Trotz allem haben 12 Schülerinnen und Schüler sich die Zeit genommen und  freiwillig 6 Wochen lang jeden Montag fleißig im Kasseler Auebad trainiert und erfolgreich das DLRG-Rettungsschwimmabzeichen in Silber abgelegt. 25m Streckentauchen, 300m Schwimmen in Kleidung, 3,80m Tieftauchen und eine weitere Strecke von 400m gehörten u.a. zu den praktischen Prüfungsinhalten. Hinzu kommen zahlreiche theoretische Inhalte wie zum Beispiel ‚Gefahren in und am Wasser‘, ‚Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen‘, ‚Atmung und Blutkreislauf‘ sowie Grundlagen der Ersten Hilfe. Ein 9 stündiger Erste-Hilfe-Kurs ist ebenfalls Pflicht ebenso wie das erfolgreiche Bestehen einer schriftlichen Klausur. Doch am Ende hat sich der zusätzliche Einsatz gelohnt und die Schülerinnen und Schüler halten stolz ihr Rettungsschwimmabzeichen in den Händen. Damit können sie nun diverse ehrenamtliche Tätigkeiten, zum Beispiel im Bereich von Kinder- und Jugendfreizeiten oder auch einen Wachdienst im Freibad, durchführen.

Ausbildung erst dank Kooperationen und Sponsoren möglich

„Möglich wird dieses Projekt erst dank der Unterstützung von Kooperationspartnern und Sponsoren“, erklärt Christoph Loose, der als Sportlehrer an der ASS und als Ausbilder Rettungsschwimmen bei der DLRG Lohfelden/Fuldabrück aktiv ist. Die Ortsgruppe der DLRG stellt benötigtes Material und Know-how zur Verfügung. „Als mir im Sommer die Projektidee kam merkte ich schnell, dass es ohne fremde Hilfe nicht geht. Zum Glück konnte ich die Firma Hübner GmbH & Co. KG. mit meinem Konzept überzeugen und dank der Spendengelder viele der benötigten Materialien anschaffen“. Auch Sportamtsleiterin Dr. Andrea Fröhlich, das Auebad mit Heiko Meckbach (Leiter) und Jens Herbst (Leiter der Bädersparte bei den Städtischen Werken) unterstützen das Projekt durch Bereitstellung von Bahnzeiten tatkräftig. Auch  Fachwart Timm Knappe , Trainer und Koordinator der Kasseler Schwimmvereine weiß um die Relevanz der Schwimm- und Rettungsfähigkeit und unterstützt ebenfalls das Vorhaben. Um künftig auch den Jugendlichen einen Baustein im Rahmen ihrer Ausbildung als Trainerassistent im Schwimmen auf kurzem Weg zu ermöglichen,  können diese ebenfalls am Rettungsschwimmkurs teilnehmen.

Das große Ziel ist es mit diesem Projekt Synergieeffekte zu erzeugen, damit künftig nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule von dem Projekt und der Ausbildung profitieren, sondern eine Öffnung für alle Kasseler Schüler erfolgt. „Es wäre toll wenn das Projekt so angenommen wird, dass auch Kolleginnen und Kollegen der anderen Kasseler Schulen einsteigen und bei der Praxis unterstützen“, sagt die Stellv. Schulleiterin Dr. Kerstin König, die wie auch Christoph Loose ehrenamtlich mit am Beckenrand steht und ausbildet.

Weitere Pilotprojekte folgen nach den Herbstferien

Die Rettungsschwimmausbildung ist aber nur ein Baustein des Lebens- und Herzensretter Projekts. Von den Spendengeldern wurden nämlich nicht nur Schwimmflossen, eine Rettungspuppe, eine Rettungsgurt und ein Wurfsack, sondern auch ein Trainings-AED und Reanimationspuppen für die Erste-Hilfe-Ausbildung gekauft.

Nach den Herbstferien starten dann für die Klassen 7 und 8 erste Kurse, in denen die Schülerinnen und Schüler schon früh mit den Themen Helfen, Leben retten, und Reanimation vertraut gemacht werden sollen. In drei verschieden Kursen können die Jugendlichen ein Lebensretter-Abzeichen in Bronze, Silber und Gold ablegen. Anschließend besteht die Möglichkeit über einen Erste-Hilfe-Kurs das Lebensretter-Zertifikat zu erlangen. Der nächste Schritt wäre dann die Ausbildung zum Schulsanitäter.

Schulamt akkreditiert DLRG-Kurs für Lehrkräfte

Aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler sollen fit im Wasser und in der Ersten-Hilfe sein. Da häufig nur die Sportlehrer/innen im Besitz eines Rettungsschwimmabzeichens sind, soll nach den Ferien ein Kurs angeboten werden, der sich gezielt an Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer richtet, die nicht das Fach Sport unterrichten. „Über das Staatliche Schulamt in Kassel wird dieses Projekt als offizielle Fortbildung angeboten. Das betont den Stellenwert dieses Projekts“, freut sich Christoph Loose über die breite Unterstützung.

 

(Text und Bilder: Fr. Dr. König)

 

 

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