28.04.2017 Schüleraustausch mit Israel - Ein Bericht aus Ramat Gan

28.04.2017 Schüleraustausch mit Israel - Ein Bericht aus Ramat Gan

Nach vier Stunden Flug, etlichen Kontrollen an den verschiedenen Flughäfen und endlosem Warten auf die Koffer, sind wir am 26.3. um 17 Uhr in Israel endlich aus dem Flughafen gekommen und direkt in die Arme unserer Gastschüler gelaufen. Die fünfzehn SchülerInnen und ihre Lehrerin Noa hatten zwei Stunden auf uns gewartet, ehe wir mit ihnen zu unseren Familien fahren konnten. Im Bus herrschte eine ausgelassene Stimmung, jeder unterhielt sich. Zwanzig Minuten später waren wir in Ramat Gan, und von diesem Zeitpunkt an, hatten wir auch einen sehr straffen Zeitplan.

 

 

Den Abend hat jede Familie individuell verbracht und am nächsten Tag ging es dann direkt nach Tel Aviv. Wir haben uns die Stadt angeschaut und hatten, wie auch an den anderen Tagen, genügend Freizeit. An dem darauffolgenden Tag sind wir in den Süden gefahren. Auf dem langen Weg nach Eilat haben wir im Ilan Ramon Museum Halt gemacht und sind danach noch in der Wüste umhergelaufen. Nach unserer Ankunft in Eilat am Roten Meer waren wir uns alle einig, dass wir uns die Stadt anschauen und ans Wasser wollten.

Am 29.3. durften wir schnorcheln gehen, leider ohne unsere israelischen Austauschschüler. Das Wasser war eisig kalt, wir waren also nicht wirklich lange im Wasser, dennoch war es wirklich schön, die ganzen bunten Fische direkt an einem vorbeischwimmen zu sehen. Danach sind wir dann mit unseren Austauschschülern auf einem Schiff gewesen und an der Küste von Eilat langgefahren, haben Musik gehört und getanzt. Direkt nachdem die Fahrt vorbei war sind wir in den Hotelpool gegangen, es waren schließlich 35° draußen. Der 30. März war ein ganz besonderer Tag, da eine unserer Freundinnen Geburtstag hatte, weshalb wir um Mitternacht eine kleine Überraschung vorbereitet hatten. Gegen zehn Uhr morgens sind wir weiter zum Toten Meer gefahren - eine unglaubliche Erfahrung. Doch auch hier durften die israelischen Schüler leider nicht mit uns schwimmen. Wir waren außerdem noch in Masada und sind danach in die Wüste zu den Beduinen gefahren und haben in einem riesigen Zelt geschlafen. Fast alle zusammen haben wir Werwolf gespielt, das war ziemlich lustig.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag sind wir auf Kamelen geritten und dann auch schon wieder nach Hause bzw. Ramat Gan gefahren. Den restlichen Tag und den 1.4. hatten wir frei und waren am Strand in Tel Aviv. Die darauffolgenden Tage waren noch einmal sehr geschichtlich geprägt: Wir sind nach Jerusalem, an die Klagemauer und in die Grabeskirche gegangen. Nach Nazareth, auf die Golanhölen und Haifa. Wir haben in einem Kibbutz geschlafen und Yad Vashem besucht, ein sehr berührendes Museum über die Geschichte der Juden.

 

 

 

Am letzten Abend haben wir eine Party gefeiert und auch wieder Unmengen gegessen und viel gelacht.

Man merkt, unser Programm war sehr voll, doch die Lehrer und das Organisationsteam haben alles sehr gut geplant und geleitet. Wir haben uns alle wirklich gut miteinander verstanden. Wir haben viel miteinander geredet und gelacht, diverse Spiele und anderen Streiche gespielt. Es war ein sehr informativer Ausflug und ich glaube jeder von uns hat ihn genossen und würde, wenn er noch einmal die Chance bekommt, sofort wieder nach Israel fahren. Man hatte nie das Gefühl, dass man sich gerade in Gefahr befindet, sondern hat die Zeit einfach genossen.

Als wir am letzten Tag zum Flughafen gefahren sind war die Stimmung natürlich sehr bedrückend. Einer der Israelis hat dann ein trauriges Lied abgespielt und jeder von uns hatte Tränen in den Augen. So richtig geweint wurde dann, als wir ausgestiegen sind… Wir sind mit einem weinenden und einem lachenden Auge gegangen, weil wir trotzdem noch die Erinnerungen an die schöne Zeit haben und uns auch bald wieder sehen. 

 

(Text: Vanessa Möller, Q2)

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