Bericht über die Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2020 für die Opfer des Nationalsozialismus

Bericht über die Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2020 für die Opfer des Nationalsozialismus

Bei die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar wurde an die Einzelschicksale von Schülern der Vorgängerschule der Albert-Schweitzer-Schule, des Realgymnasiums I, erinnert. Dafür hatte das Vorbereitungsteam unter Leitung des Geschichtslehrers Marcus Neumann mithilfe biografischer Angaben und Selbstzeugnissen Texte entworfen, in denen die Opfer selbst zu Wort kamen. Dementsprechend versetzten sich die Schüler*innen Johanna Diez, Yara Gillich, Elena Wachendorf, Robin Beresch und Marius Möller in die Opfer und trugen ihre Texte aus deren Perspektive vor. Wolfgang Schönfeld zum Beispiel, der die Schule von 1927 bis 1936 besuchte, wurde nach erfolgreicher Flucht aus dem Konzentrationslager Auschwitz am Weihnachtstag 1944 in Kassel wieder verhaftet und nur fünf Tage vor der Befreiung Kassels, auf dem Wehlheider Friedhof erschossen.

Die Berichte vom Leben und Leiden der Männer vermittelten einen authentischen und nachhaltigen Eindruck von der Tragik einzelner Schicksale. Zahlreicher weiterer Opfer wurde namentlich gedacht. Zuvor hatte der Schulleiter Herr Crede in seiner Begrüßungsansprache die Bezüge zur Gegenwart und zum Leben der heutigen Schülergeneration gut nachvollziehbar herausgearbeitet. Die Gedenkveranstaltung wurde musikalisch am Klavier von Sebastian Thomas und Marius Kruse begleitet. Ihre berührenden Musikbeiträge gaben Raum zur inneren Einkehr und zur Besinnung. Die Veranstaltung fand mit der Shoah-Version des Gebets El male Rahamim, vorgetragen von Frau Steinmetz, einen würdigen Abschluss.

(Text: Hr. Neumann, Bilder: Hr. Klaus)

 

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