Ehemalige ASS-Schüler als Opfer des Holocaust– Gedenkveranstaltung am 28. Januar 2019

Ehemalige ASS-Schüler als Opfer des Holocaust– Gedenkveranstaltung am 28. Januar 2019

Die alljährliche Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus hatte im Jubiläumsjahr der ASS einen besonderen Schwerpunkt: Es wurde an Schüler der Vorgängerschule der ASS, des Realgymnasiums I, erinnert, die vom NS-Regime ermordet worden waren. Dafür hatten 26 Schülerinnen und Schüler der Q 1, die Anfang Februar mit Herrn Neumann und Frau Steinmetz in die Gedenkstätte Auschwitz fahren werden, die Biographien von 28 ehemaligen Schülern aufgearbeitet. Bei acht von ihnen versetzten sie sich in die jeweiligen Personen, zum Beispiel in Wolfgang Schönfeld, der das Realgymnasium I von 1927 bis 1936 besuchte, 1943 inhaftiert und noch kurz vor Kriegsende 1945 von der Gestapo auf dem Friedhof in Kassel-Wehlheiden erschossen worden war. So entstand ein beeindruckend authentischer Eindruck vom Leben und Leiden dieser Männer. Der übrigen 20 Männer wurde namentlich mit ihren biographischen Daten und Fotos gedacht. Für jeden wurde ein Stein zum Gedenken abgelegt. Die in der Aula anwesenden Schülerinnen und Schüler der Q 1 zeigten sich sehr betroffen von so viel menschlichem Elend und wahrten über 90 Minuten absolute Stille.

Herr Neumann machte in seiner nachfolgenden Rede darauf aufmerksam, dass die vorliegenden 28 Biographien nur der erfasste Teil der Opfer des Holocausts von unserer Schule seien und es noch viel mehr Schüler, aber auch Lehrer gebe, die unter der Gewaltherrschaft des NS-Regimes gelitten hätten. Hier bestehe Bedarf zu weiteren Nachforschungen. Anschließend wurde dem Verein Stolpersteine in Kassel e.V. eine Spende für einen Stolperstein eines noch zu benennenden Holocaustopfers unserer Schule überreicht. Dessen Vorsitzender, Jochen Boczkowski, nahm tief bewegt den symbolischen Scheck entgegen und lobte die gute Zusammenarbeit mit der ASS, die regelmäßig die Stolpersteine im Umfeld der Schule im Rahmen von Pflegepatenschaften reinigt. Zum Abschluss sprach Frau Steinmetz in der deutschen Übersetzung das jüdische Totengebet „El male Rachamim“ für die Opfer des Holocaust.

 

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