Ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt

Ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt

Ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt - das wollte die Albert-Schweitzer-Schule setzen. Konkreter Anlass war der perfide Anschlag eines Rechtsradikalen auf die Synagoge in Halle, aber auch das Gedenken an die Reichspogromnacht, die sich in diesen Tagen zum 80. Mal jährte. Dazu drängten sich 400 Schülerinnen und Schüler, viele Lehrer und Gäste in die brechend gefüllte Aula zur Gedenkpause für die Opfer rechtsradikaler Propaganda und Gewalt. Gemeinsam mit Elena Padva (Leiterin des Sara-Nussbaum Zentrums für jüdisches Leben und als Mutter Mitglied unserer Schulgemeinde) gestalteten Schülerinnen und Schüler ein anspruchsvolles Programm. 

Eindrucksvoll war der Vortrag des Liedes einer jungen Frau, die im Alter von 23 Jahren Opfer der Shoah wurde. Elena Padva wurde gesanglich von drei Schülerinnen sowie von Maria Radzikhovskiy (Jugendchor Cantamus des Staatstheaters Kassel) am Flügel begleitet. Bedrückend war der kurze Vortrag Frau Padvas über die mit der nationalsozialistischen Machtübernahme beginnende und im Abtransport der in Kassel verbliebenen Juden ins Konzentrationslager gipfelnde Geschichte der zunehmenden Ausgrenzung jüdischer Mitbürger in unserer Stadt. Die Abiturientin Sarah Ewert verlas einen sehr persönlichen Text, in dem sie die Hörer zur Selbstkritik aufrief.

 Vorurteile habe jeder, doch gerade Vorurteile seien der Kern von Rassismus und Antisemitismus. Nach der Verlesung eines Psalms trugen Schüler persönlich gestaltete Fürbitten vor. In der folgenden Schweige- und Gedenkminute war die Ergriffenheit aller Teilnehmer förmlich spürbar. Die Gedenkpause endete mit der Übergabe von Gedenksteinen an Frau Padva, die diese auf dem jüdischen Friedhof ablegen wird.

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