RiPa-Wochenende mit Rekordergebnis

RiPa-Wochenende mit Rekordergebnis

Im Jahre 1962 spendete die Schulgemeinde der Albert-Schweitzer-Schule Kassel erstmals Gelder für das Amazonas-Hospital „Albert Schweitzer“ in Peru, damals ein Überschuss des Sommerfestes in Höhe von 800 Mark. Diese Tradition der Unterstützung der medizinischen Hilfe für indigene Völker im tropischen Regenwald Amazoniens hält bis heute an und ist ein zentraler Baustein des sozialen Lernens des Gymnasiums an der Kölnischen Straße. Seit einigen Jahren wird dabei über den Freundeskreis Indianerhilfe e. V. der Aufbau medizinischer Versorgung für das Volk der Urarinas im peruanischen Regenwald am Rio Chambira, einem Quellfluss des Amazonas, durch finanzielle Mittel unterstützt. Auch 2019 war daher die bei uns nach einem früheren Projekt am Rio Pachitea nur kurz „RiPa“ genannte Aktion ein zentraler Punkt im Schuljahreskalender. Im Jubiläumsjahr der Albert-Schweitzer-Schule, die 2019 ihren 150. Geburtstag feiern durfte, kamen dabei sagenhaften 21.500 Euro für die Urarinas zusammen.

Inzwischen schon traditionell erfolgte der Auftakt über eine Abendveranstaltung, in welcher die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Schule, aber auch Lerngruppen der Oberstufe zeigten, auf welche Art und Weise sie sich mit dem Thema Regenwald und Lebensbedingungen der Menschen in Amazonien auseinandergesetzt hatten. So gab es ein buntes Potpourri aus musikalischen, darstellerischen und Text-Beiträgen, die unterhaltsam und gleichzeitig nachdenklich waren und welche in der vollbesetzten Aula augenscheinlich gut ankamen. Einer der Höhepunkte war dabei sicherlich der Vortrag von Dr. Louise Rech, einer Ärztin, die von ihrer medizinischen Arbeit in Peru höchst eindrucksvoll berichtete. 

Am folgenden Tag fand dann der sogenannte RiPa-Basar statt, der unter Unterstützung der gesamten Schulgemeinde und nach intensiver Vorbereitung von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern eine große Vielfalt an weihnachtlichen Präsenten, Schmuck, Selbstgebasteltem und kulinarischen Angeboten darbot. Etwa zweitausend Besucherinnen und Besucher waren von der Auswahl augenscheinlich so angetan, dass am Ende des Tages ein Erlös von sagenhaften 21.500 Euro stand, eine Summe, die ohne Abzüge direkt an den Freundkreis Indianerhilfe weitergeleitet wird. Wichtig ist uns als Schulgemeinde dabei aber nicht nur der finanzielle Aspekt, sondern auch, dass Schülerinnen und Schülern erleben, dass Hilfe Spaß machen kann und sie für die Lebensbedingungen der Menschen, die weit von uns entfernt werden, sensibilisiert werden. 

Wie sehr dieses RiPa-Projekt in der Schulgemeinde verankert ist, zeigt sich auch daran, dass die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2019 ihren Überschuss aus den Abiturfeiern vollständig dem Freundeskreis Indianerhilfe zukommen ließen. 

 

 

 

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